Hermann Nitsch

1938 Wien

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Portrait Künstler Nitsch Hermann (1938 Wien),Nachkriegskunst Wiener Aktionismus
Hermann Nitsch

Biografie Hermann Nitsch

Hermann Nitsch ist Initiator und wichtigster Protagonist des Wiener Aktionismus. Von 1953 bis 1958 besucht er die Grafische Lehr- und Versuchsanstalt, Wien. Anfänglich malt er expressive Bilder, in denen er sich mit religiösen Werken alter Meister sowie des Wiener Symbolismus und Jugendstils auseinandersetzt. Ab 1957 entwickelt er die Idee des Orgien-Mysterien-Theaters: ein sechs Tage andauerndes Festspiel mit inszenierten realen Geschehnissen (u.a.

Musik, Malaktion, Messliturgie und Opferritual unter Einbeziehung geschlachteter Tiere und Flüssigkeiten wie Blut), bei denen alle fünf Sinne der Teilnehmer direkt beansprucht werden, um die Erkenntnis des Lebensprozesses an sich möglich zu machen. Bis heute beschäftigt er sich mit dieser für ihn neuen Form eines Gesamtkunstwerkes. Daneben schafft er 1961 seine ersten Schüttelbilder aus Blut und Farbe. Gemeinsam mit Adolf Frohner und Otto Muehl verfasst er im folgenden Jahr das Manifest des Wiener Aktionismus. Trotz der Skandale, die seine Kunstform immer wieder hervorruft, feiert er mit seinem Orgien-Mysterien-Theater Ende der 1960er und in den 1970er Jahren in Europa und den USA große Erfolge. 1971 erwirbt er in Niederösterreich das Schloss Prinzendorf, wo er seitdem regelmäßig Aktionen veranstaltet. Als Gastprofessor lehrt er von 1971 bis 2003 an der Frankfurter Städelschule. 1972 und 1982 beteiligt er sich an der documenta in Kassel sowie 2013 an der Biennale in Venedig. 2005 erhält er den Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst.

Vertreten unter anderem in:
- Nitsch Museum, Mistelbach
- Museo Nitsch, Neapel
- Nationalgalerie, Berlin
- Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
- Centre Pompidou, Paris
- Stedelijk Museum, Amsterdam
- Albertina, Wien
- Kunstmuseum, Winterthur
- Tate Gallery, London
- Museum of Modern Art, New York

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Hermann Nitsch: