Jacopo Bassano

1510 Bassano - 1592 Bassano

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Biografie Jacopo Bassano

Jacopo Bassano, mit bürgerlichem Namen Jacopo dal Ponte, wird um 1510/15 in Bassano geboren. Seine Ausbildung vollzieht er bei seinem Vater Francesco dal Ponte d.Ä., dessen Werkstadt er später übernimmt. Ab den 1530er Jahren malt Jacopo Bassano Altarbilder und Fresken für Kirchen in Bassano und Umgebung. Über mögliche Studienreisen des Künstlers gibt es keine Auskunft, so ist es möglich, dass er nie weiter als nach Venedig gereist ist.

Angeregt durch Tizian und Raffael, aber auch durch die Druckgrafik von Dürer und Schongauer, entwickelt Bassano seine eigene Mal- und Kompositionsweise, die gekennzeichnet ist durch kühle Farbigkeit, starke Plastizität der Figuren und eine narrative Komponente. In seiner manieristischen Phase (1540-60er Jahre) wird die Pinselführung freier, naturalistischer. Details werden von abstrahierten Farbflächen und ornamental eingesetzten Liniengeflechten abgelöst, die Farben werden dissonant. Bassanos Arbeiten dieser Zeit, allesamt in der kunsthistorischen Peripherie entstanden, zählen zu den Höhepunkten manieristischer Malerei. Ab den 1570er Jahren Beruhigung der Komposition und der Palette; dunkle Töne werden mit effektvoller Lichtführung kombiniert, die eleganten Figuren ruhen mehr in sich. Durch die zunehmende Einbindung der vier Söhne Francesco B. d. J., Gerolamo B., Giambattista B. und Leandro B. in die eigene Werkstadt kommt es dort zu Arbeitsteilung und Massenproduktion der bei venezianischen und nordischen Sammlern gefragten Gemälde. Zentrale Themen sind biblische (Nacht-) Szenen, unter anderen die oft variierte "Anbetung der Hirten".

Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Jacopo Bassano:

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