Jannis Kounellis

1936 Piräus/Griechenland - 2017 Rom

Künstlersuche

Biografie Jannis Kounellis

Griechischer Maler, Bildhauer, Installations-, Performancekünstler. Mitbegründer und Hauptvertreter der Arte povera. Studium: Akademie der Bildenden Künste Athen, ab 1956 Accademia di Belle Arti Rom. Malt zunächst abstrakt-konkrete, rhythmisch strukturierte Kompositionen in der Tradition von Konstruktivismus und zeitgenössischer Konzeptkunst, die z.T. im Kontext mit Performances präsentiert werden (Alfabeto di Kounellis, Galleria La Tartaruga, Rom, 1960). 1967 Teilnahme an der von Germano Celant initiierten Ausstellung »Arte povera e IM spazio« in Genua. Seither Objekte, Installationen und Environments aus »armen« Materialien wie Kohle und Jutesäcken, z.T. auch mit Pflanzen und lebenden Tieren (Senza titolo [Carboniera], 1967; Cavalli vivi, 1969/76). Zentrales Motiv wird das Feuer als archaisch-mythisches Symbol für Leben, aber auch Zerstörung. Später zudem Arbeiten mit Abgüssen antiker Skulpturen und Eisenbahn- bzw. Schiffsmodellen. Seit den 1980er Jahren v.a. formal stark reduzierte, monumentale, raum- bzw. architektur-bezogene, historische Zusammenhänge thematisierende Installationen (Synagoge Stommeln, Pulheim, 1991; Projekt Platzverführung, Münster, 1992/93; Chiesa del Luogo Pio, Livorno, 2007). Auch zahlreiche Bühnenbilder. Werke: München, Museum Brandhorst; Schaffhausen, Hallen für Neue Kunst; Vaduz, Kunstmuseum Liechtenstein.

Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Jannis Kounellis:

1