Johann Georg Müller

1913 Ludwigshafen - 1986 Koblenz

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Biografie Johann Georg Müller

Der Maler und Grafiker ist mit seinem eigenwilligen Stilpluralismus einer der bedeutendsten Protagonisten der deutschen Nachkriegskunst. In seinem vielfältigen Schaffen experimentiert er innovativ mit dem traditionellen, abstrahierenden oder abstrakten Formenvokabular.

 

Entwickelt er sein Fru?hwerk aus den Anfängen der Neuen Sachlichkeit und des Kubismus, so findet er in den Maschinenbildern (späte 1950er Jahre) zu einer weitgehend abstrakten Formgebung. In den Pflanzenbildern (1960er Jahre) bringt er dann das mediterrane Licht und die Farben mit intensiver Leuchtkraft zur Geltung. Auch bei den expressiven Porträts, den raumverlorenen Figuren und den "Masken" zeigt er, dass er ein Genre motivisch und stilistisch mit einer Fu?lle an Formfindungen hervorzubringen vermag, wobei es ihm stets nicht um die abbildhafte Wiedergabe der sichtbaren Wirklichkeit geht.

Sein Kunststudium absolviert Müller ab 1935 an den Akademien in Mannheim und München. Schon 1937 arbeitet er als freischaffender Künstler, doch erhält er im folgenden Jahr Mal- und Ausstellungsverbot. So nimmt er 1939 Zeichenunterricht in der Pariser Académie Julian. Dann wird er als Soldat eingezogen. Nach Kriegsende kehrt er in die Pfalz zurück. In den folgenden Jahren malt er nur wenig, beschäftigt sich dafür intensiv mit dem Holzschnitt und der Radierung. 1949 stellt er erstmals gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler aus. 1950 bekommt er ein Stipendium im Koblenzer Atelierhaus auf dem Asterstein. Hier lässt er sich schließlich nieder und beginnt wieder mit der Malerei. In den 1960er Jahren reist er u.a. regelmäßig nach Kreta, wo er zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen anfertigt. 1965 tritt er der Pfälzischen Sezession bei.

Seit 1949 stellt Müller auch im europäischen Ausland und den USA aus. 1956 erhält er den Pfalzpreis für Malerei, 1974 den Staatspreis des Landes Rheinland-Pfalz und 1983 den Kulturpreis der Stadt Koblenz. 1965 widmet ihm die Pfalzgalerie Kaiserslautern und 2006 das Mittelrhein-Museum in Koblenz sowie 2013 die Cubus Kunsthalle in Duisburg eine große Retrospektive.

 

Vertreten unter anderem in:

- Pfalzgalerie Kaiserslautern

- Kunstsammlung Koblenz

 

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Johann Georg Müller:

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