Joseph Enseling

1886 Coesfeld - 1957 Düsseldorf

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Biografie Joseph Enseling

Der rheinische Bildhauer und Hochschullehrer gehört der Künstlergeneration von Wilhelm Lehmbruck und Ewald Mataré an und ist wie diese ein wichtiger Vermittler zwischen der Modernen und Zeitgenössischen Kunst. Joseph Beuys, der ihn sehr geschätzt hat, zählt zu seinen Schülern.

 

Enseling schafft neben öffentlichen Aufträgen bedeutende Bauplastiken für Industriegebäude, Denkmäler, Porträts, religiöse Darstellungen sowie Genredarstellungen. In seinen schlichten, unmittelbaren Skulpturen steigert er die menschliche Figur durch ihr Handeln oder durch die Attribute ihres Tuns zu Urbildern tätigen Lebens. Dabei versteht er die Naturbeobachtung als Prinzip aller künstlerischen Gestaltung.

Nach einer Schreinerlehre studiert er von 1905 bis 1910 an der progressiven Düsseldorfer Kunstgewerbeschule u.a. bei Peter Behrens und Wilhelm Kreis. Anschließend führt ihn ein zweijähriger Studienaufenthalt nach Paris. Dort besucht er die Académie Colarossi, wo er Schüler von Aristide Maillol ist. Zudem gehört er zum Kreis der deutschen Künstler, die sich im Café du Dôme auf dem Montparnasse versammeln. Die in dieser Zeit erhaltenen Inspirationen prägen ihn nachhaltig. Nach seiner Rückkehr nimmt er eine Lehrtätigkeit an der Essener Folkwang-Schule an. Mit kriegsbedingten Unterbrechungen übt er diese bis 1938 aus. Dann folgt er dem Ruf an die Düsseldorfer Kunstakademie und lehrt hier als Professor für Bildhauerei, wiederum mit kriegsbedingten Zäsuren, bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1952.

Enseling ist Mitglied der Künstlervereinigungen "Das Junge Rheinland" und der Rheinischen Sezession. Er beteiligt sich regelmäßig an den großen Düsseldorfer Kunstausstellungen. 1986 ehrt ihn das Stadtmuseum Düsseldorf mit einer umfassenden Werkschau.

 

Vertreten unter anderem in

- Folkwang Museum, Essen

- Städtische Kunstsammlungen Düsseldorf

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Joseph Enseling:

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