Marino Marini

1901 Pistoia - 1981 Viareggio

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Biografie Marino Marini

Italienischer Bildhauer, Maler, Grafiker, Zeichner. Studium: Accademia di Belle Arti Florenz. Wiederholte Aufenthalte in Paris. Lehrt 1924-40 an der Kunstschule Villa Reale in Monza, 1940 Professor der Accademia di Belle Arti di Brera, Mailand. Lebt 1941-46 in der Schweiz, dann wieder in Mailand. 1955-64 beteiligt an der documenta 1-3 in Kassel. Beginnt als Maler, wendet sich 1928 der Bildhauerei zu, bevorzugte Materialien sind Holz und Bronze. Marini konzentriert sich auf Darstellungen von Menschen (sinnliche Akte wie Pomona, 1940; bedeutende Bildnisbüsten von Künstlern) und findet in dem Reiter mit Pferd sein zentrales, immer neu variiertes Thema. Oft ist der Reiter nackt und wie ein Zentaur mit dem Pferdekörper verbunden, er strotzt vor Kraft oder ist verwundet, er neigt sich oder fällt. Er drückt Befindlichkeiten aus, ist aber auch politisches Sinnbild. Auch Themen wie Der Blinde (1928) oder Das Volk (1929). Formal inspiriert durch antike Bildwerke, besonders etruskische Statuetten, und den Kubismus.

Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Marino Marini:

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