Michael Triegel

1968 Erfurt

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Biografie Michael Triegel

Triegel, der zum Umfeld der "Neuen Leipziger Schule" zählt, ist einer der letzten Vertreter der sogenannten "Ars Sacra"-Malerei. Das verblüfft, war die Kirche zu Zeiten der atheistischen DDR doch stark beeinträchtigt und Triegel bis 2014 noch nicht einmal katholisch getauft. Seinen Wendepunkt hat Triegel kurz nach seinem Studienabschluss in einer römischen Kirche. Auf eine Empfehlung Werner Tübkes erhält Triegel seinen ersten kirchlichen Auftrag zur Neugestaltung einer Predella. Fortan folgen weitere kirchliche Aufträge, sodass er 2010 das Werk Papst Benedikt des XVI. vorstellt, auf das 2013 ein zweites folgt. Seine Inspiration findet Triegel vor allem in der Handwerkskunst der alten Meister der Frührenaissance, aber auch Manierismus, Barock, Postmoderne und die Nazarener üben Einfluss auf Michael Triegel aus.
Wichtig ist ihm, das Ehrliche in der christlichen Malerei aufzuzeigen. Einen Auftrag nimmt er nicht an, wenn er nur Beschönigen oder Bestätigen soll. Kunst ist für Triegel immer auch problematisch, Schönheit und Schrecken sind für ihn fest miteinander verbunden.
Von 1990 bis 1995 studiert Triegel unter Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, anschließend erhält er das Landesstipendiat für ein Meisterschülerstudium bei Ulrich Hachulla.
Im Jahr 2000 erlangt Triegel erstmals öffentliches Aufsehen, nachdem er das Wandbild im historischen Rathaus in Plochingen fertiggestellt hat.
Triegel wird 2014 für sein Engagement in der christlichen Kunst der Kunstpreise der Stiftung Christliche Kunst, Wittenberg verliehen.

Vertreten u.a. in:
- Bundespräsidialamt Schloss Bellevue, Berlin
- Kunstsammlungen der evangelisch-lutherischen Landeskirche, Hannover
- Museum der bildenden Künste, Leipzig
- Museum Barberini, Potsdam
- Museum am Dom, Würzburg
- Institute of Arts, Minneapolis/USA

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Michael Triegel: