Achenbach Oswald

1827 Düsseldorf - 1905 Düsseldorf

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Biografie des Künstlers

Oswald Achenbach zählt zu den bedeutenden europäischen Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten wurde der Maler oft mit seinem älteren Bruder Andreas verglichen und stand etwas zu Unrecht in dessen Schatten.

 

Mit gerade einmal acht Jahren tritt Oswald in die Düsseldorfer Akademie ein und studiert u.a. bei Johann Wilhelm Schirmer. Bereits vier Jahre später bricht der junge Maler zu Studienzwecken in die Schweiz auf. 1845 verlässt er die Düsseldorfer Lehranstalt endgültig, da es ihn aufgrund von Naturstudien zunächst in das bayrische Gebirge, dann weiter über die Schweiz nach Oberitalien zieht. Diese Reise stellt den ersten seiner insgesamt sieben Italienaufenthalten dar. Er findet schnell zu einer eigenen Ausdruckssprache, sodass das Oeuvre des Künstlers durch italienische Ansichten bestimmt wird.

 

Zwei Jahre später werden beide Achenbach-Brüder zum ersten Mal gemeinsam im Düsseldorfer Kunstverein ausgestellt. Oswalds Werk wird zunächst eher verhalten aufgenommen. Um sich auf dem Kunstmarkt nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen, teilen sich die Brüder die Sujets ihrer Bilder nach geografischen Gesichtspunkten auf. So übernimmt der 12 Jahre ältere Andreas die Region um Norditalien, Oswald widmet sich hingegen den südlicheren Gegenden Italiens. Er versteht sich als stiller Betrachter, dessen Meisterschaft vielmehr in der Darstellung von stimmungsvollen Situationen mit dem Fokus auf Farb- und Lichtwirkung liegt.

 

Bereits in den 1850er Jahren ist er weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Oswalds Gemälde finden Eingang in zahlreiche Museen, über mehrere Kontinente verstreut. 1863 wird er zum Professor der Düsseldorfer Kunstakademie berufen, wobei er das Amt bis 1872 innehat.

Vorrangiges Ziel des Künstlers in den späten Jahren bleibt es, während der Reisen Ölskizzen direkt in der freien Natur anzufertigen. Die vor Ort erfahrenen Impressionen setzt er dann aus der Erinnerung in großformatige Atelierbilder um. Oswald Achenbach versteht es - ob bei Tag oder Nacht - die jeweilige Stimmung einzufangen. So sind es Szenen bei Sonnenaufgang, bei praller Mittagshitze, im eintretenden Abendlicht oder im Mondscheinschimmer, die einer nahezu poetischen Grundstimmung unterliegen und im wunderbaren Einklang zu den originellen Szenerien der Kirchfeste, Prozessionen und Straßenfeste des südlichen Volkslebens stehen.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke: