Pierre-Auguste Renoir

1841 Limoges - 1919 Cagnes/Nizza

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Biografie Pierre-Auguste Renoir

Französischer Maler, Bildhauer, ein Hauptvertreter des Impressionismus. Begann als Porzellanmaler. 1861-64 Studium an der Ecole des Beaux-Arts in Paris und bei Charles Gleyre. Beeindruckt von Gustave Courbet und Edouard Manet. 1864 Debüt im Salon. Mit Claude Monet, Alfred Sisley und Jean-Frédéric Bazille widmete er sich unter Einfluss der Maler der Schule von Barbizon der Freilichtmalerei. 1866-69 entwickelte er zusammen mit Monet die Prinzipien des Impressionismus (Lise mit dem Sonnenschirm, 1867, Essen, Museum Folkwang).

Zwischen 1872 und 1877 trug er mit Werken wie »Die Loge« (1874, London, Courtauld Institute) und »Tanz im Moulin de la Galette« (1876, Paris, Musée d'Orsay) dazu bei, den Impressionismus auf einen Höhepunkt zu führen. An den ersten drei Gruppenausstellungen der Impressionisten beteiligt, stellte er danach unter dem Zwang materieller Existenzsicherung wieder im Salon aus. 1881/82 Reisen nach Algerien und Italien, wo der Eindruck klassischer Kunst Zweifel an der impressionistischen Methode bestärkte und worauf er sich zwischen 1883 und 1887 der Konturmalerei zuwandte (Die großen Badenden, 1887, Philadelphia, Museum of Art). Um 1889 fand Renoir wieder zu einem freieren Stil. Ab den 1890er Jahren weithin anerkannt. 1898 Beginn eines schweren Rheumas, das auch zur Verkrüppelung der Hände führte, doch das Malen gab er bis zum Lebensende nicht auf. Lebte ab 1899 vorwiegend, ab 1905 ständig in Südfrankreich. Ab 1907 schuf er, meist mit Hilfe des Maillol-Schülers Richard Guino, auch Plastiken (Venus Victrix, 1914, Köln, Wallraf-Richartz-Museum). - Mit farbenfroher Heiterkeit und Sinn für natürliche Anmut stellte Renoir v.a. die glücklichen Augenblicke im Leben der Pariser Kleinbürger und Bohémiens dar (Das Frühstück der Ruderer, 1881, Washington, Phillips Collection). Ein bevorzugtes Thema war die Schönheit der Frau, oft in Gestalt einer sinnlichen, jungen Pariserin aus dem Volk (Akt in der Sonne, 1875, Paris, Musée d'Orsay). Die realistische Wiedergabe des Alltagslebens (Die Regenschirme, 1883/84, London, National Gallery) gab er im umfangreichen Spätwerk ab 1888 auf. Dann dominierten üppige Frauenakte in paradiesischer Umgebung mit zum Teil mythologischen Titeln (Das Urteil des Paris, 1908, Washington, Phillips Collection), Landschaft aus der Provence und Bildnisse, in denen er das Schöne des Lebens festhielt.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Pierre-Auguste Renoir:

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