Pieter d.J. Brueghel

um 1564 Brüssel - um 1638 Antwerpen

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Biografie Pieter d.J. Brueghel

Einen großen Teil des Schaffens Pieter Brueghels d.J. machen seine Kopien der Sujets seines Vaters Pieter Bruegel d.Ä aus. So groß ist dieser Teil, dass Pieter d.J. damit nicht nur das Oeuvre seines Vaters bewahrt, sondern auch maßgeblich zur Verbreitung dessen Ruhmes beiträgt. Hieran zeigt sich seine technische Versiertheit und seine Vertrautheit mit dem Brueghel'schen Stil.

Allerdings stand er deshalb auch lange im Schatten seines Vaters und seines älteren Bruders Jan Brueghel d.Ä. Von der Forschung wurde er ausschließlich als Kopist seines Vaters gesehen und sein Eigenanteil geringgeschätzt.

Neben den väterlichen Sujets entwickelt Pieter d.J. jedoch bald auch eigene Einfälle. Er kombiniert die gewohnten Motive überraschend neu und entwirft neue Bildthemen. So entwickelt er ab 1609 das Thema der Sprichwörter und Redewendungen weiter und 1616 bringt er zum ersten Mal das Thema der Kirmes ein, das maßgebend für sein Werk wird.

Pieter d. J. hat eine Begabung für das Genrebild. Oft unterlegt er seinen Bildern eine kritische oder moralische Botschaft. Jedoch wird sein Blick nie abschätzig, sondern seinen Szenen liegt eine Lebensfreude und Authentizität zugrunde, die ihn zum Chronisten seiner Zeit werden lassen.

 

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Pieter d.J. Brueghel:

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