Walter Peterhans

1897 Frankfurt am Main - 1960 Stetten (bei Stuttgart)

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Biografie Walter Peterhans

Erste Berührungspunkte mit der Fotografie erfährt Walter Peterhans durch seinen Vater, der ihn schon früh mit eigenen Kameras experimentieren lässt. Direkt nach dem Abitur wird Peterhans in die Armee eingezogen. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft studiert er ab 1919 an der Sächsischen Technischen Universität Maschinenbau. Danach folgen Studienaufenthalte in München und Göttingen. Ab 1924 folgt ein Studium der fotografischen Reproduktions- und Druckverfahren an der Staatlichen Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig.

1926 beendet er das Studium und schließt auch seine Meisterprüfung als Fotograf in Weimar erfolgreich ab, bevor er nach Berlin umzieht und sich dort als Industrie- und Porträtfotograf niederlässt. 1928 wird er Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner und kann in einer ersten Gruppenausstellung mitwirken. 1929 wird Peterhans von Hannes Meyer, dem Nachfolger von Werner Gropius, als Leiter der Fotoklasse an das Dessauer Bauhaus berufen. Er verfestigt die Fotoklasse am Dessauer Bauhaus und führt die Fächer Optik und Photochemie ein. Peterhans kann am Bauhaus seine erste und zu Lebzeiten einzige Einzelausstellung zeigen. Nach der Schließung des Bauhauses lehrt er zunächst in Berlin, bevor er 1938 in die USA emigriert, wo er auf Bestreben von Mies van der Rohe eine Anstellung am Armour Institute in Chicago findet. In den USA geht Peterhans nur noch theoretischen Fächern nach und gibt die Fotografie auf. Neben einer Tätigkeit für das Committee on Social Thought an der Universität in Chicago lehrt er 1953 als Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und 1959/60 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.

Peterhans' Lehre am Bauhaus markiert in vielen Bereichen einen praxisorientierten Einschnitt. Der allgemeine Umgang mit dem Medium der Fotografie wird professionalisiert und verwissenschaftlicht, das technische Handwerk versiert, ohne die experimentellen Materialstudien aufzugeben. Walter Peterhans' Arbeiten, im Besonderen seine Stillleben, sind geprägt durch allegorische Detailfaszination und perfektes Handwerk.

 

Vertreten unter anderem in:

- Berlinische Galerie und Bauhaus-Archiv

- Bauhaus, Dessau

- Museum Folkwang, Essen

- Agfa Foto-Historama, Köln

- Musée National d'Art Moderne, Paris

- J. Paul Getty Museum, Los Angeles

- Museum of Modern Art, New York

- Museum of Modern Art, San Francisco

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Walter Peterhans:

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