Werner Tübke

1929 Schönebeck - 2004 Leipzig

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Biografie Werner Tübke

Der Künstler Werner Tübke gehört neben Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer zu den Begründern der Leipziger Schule. Sein Malstil orientiert sich an den altdeutschen Meistern, am Manierismus und an der italienischen Renaissance und überträgt dies in einen magischen Realismus mit surrealen Zügen. Altmeisterliche Techniken sind in seinen Monumentalwerken unverkennbar. Seine Italienbesuche prägen Tübke dahingehend sehr. Der zum Teil auch umstrittene Künstler hat sich nie als DDR- Maler verstanden, obwohl seine Werke auch im politischen Diskurs standen.


Als sein Hauptwerk wird gilt das Bauernkriegspanorama, welches von 1976 bis 1987 entstanden ist. Das 14 x 123 m große Panoramabild gilt als größtes Tafelbild der Welt und wurde zum Gedenken an den deutschen Bauernkrieg und dessen Führer Thomas Müntzer angefertigt.
1948 bis 1950 studiert Tübke an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst unter Elisabeth Voigt und Ernst Hassebrauk. 1950 wechselt er auf die Ernst-Moritz-Universität in Greifswald, um Kunstgeschichte und Psychologie mit dem Staatsexamen abzuschließen.
Nachdem er von 1955 bis 1957 als Assistent und Oberassistent an der Hochschule für Grafik und Buchkunst gearbeitet hat, wird der 1957 aus politischen Gründen entlassen, 1962 jedoch wieder eingestellt und zwei Jahre später zum Dozenten berufen. Von 1973 bis 1976 ist er der Rektor der Leipziger Kunsthochschule.1985 bekommt er die Ehrendoktorwürde der
Universität Leipzig verliehen.
Werner Tübke bekommt zahlreiche Preise verliehen, darunter der Nationalpreis der DDR I. und II. Klasse, sowie die Ehrenmedaille der Stadt Leipzig 2004 posthum.

Vertreten unter anderem in:
- Nationalgalerie, Berlin
- Galerie Neue Meister, Dresden
- Städel Museum, Frankfurt
- Hamburger Kunsthalle
- Museum Ludwig, Köln
- Museum Moderner Kunst, Wien

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Werner Tübke: