Wolfgang Mattheuer

1927 Reichenbach/Vogtland - 2004 Leipzig

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Biografie Wolfgang Mattheuer

Neben Werner Tübke und Bernhard Heisig gehört Mattheuer zu den Begründern der Leipziger Schule. Von der Neuen Sachlichkeit geprägt, verarbeitet Mattheuer auch mythologische Motive und wendet sich schon früh der Landschaftsmalerei zu.
Der geringe ideologische Charakter dieses Genres in der DDR ermöglicht eine symbolische und kritische Entfaltung. Mattheuers politische Wahrnehmung spiegelt sich wider im tristen Wetter einiger seiner Landschaften.

Die Hauptthemen seines Oeuvres sind die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, dem Lebensgefühl in der DDR; Hoffnung und Zweifel, Widerstand und Resignation, Individuum und Gesellschaft. Wie anderen DDR-Künstlern gelingt es Mattheuer, seine Werke so doppeldeutig zu gestalten, dass sie gerade noch die Zensur passieren und zugleich für eine kritische Lesart offenbleiben.
Sein berühmtestes Werk, die Bronze "Jahrhundertschritt" von 1984, vereint zwei treibende Kräfte des vergangenen Jahrhunderts: Faschismus und Sozialismus.
Ausgebildet an der Kunstgewerbeschule und der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, arbeitet Mattheuer an ebendieser zunächst als Assistent, dann als Dozent und später als Professor, bis er seine Professur 1974 niederlegt, um freischaffend zu arbeiten.
Mattheuer ist 1977 auf der documenta 6 in Kassel und 1984 auf der 41. Biennale in Venedig vertreten. Seine Werke befinden sich in zahlreichen Museen und Sammlungen. Er erhält unter anderem 1993 das Bundesverdienstkreuz und 2004 posthum die Ehrenmedaille "Viribus unitis" der Stadt Leipzig.

Vertreten unter anderem in:
- Berlin, Staatliche Museen - Nationalgalerie
- Galerie Neue Meister, Dresden
- Städel Museum, Frankfurt am Main
- Museum Ludwig, Köln
- Museum für Bildende Künste Leipzig
- Bundesministerium für Finanzen, Berlin
- Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Wolfgang Mattheuer:

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