Adam Weisweiler: Gueridon Directoire aus unserer Rubrik: Möbel
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Adam Weisweiler

1744 - 1820 Paris

Europäisches Kunstgewerbe und Schmuck am 16.11.2012, Los 1167

Adam Weisweiler (1744 - 1820, Meister ab 1778).

Paris. Ende 18.Jh. Amboinamaser. Bronze vergoldet. Runde Platte über drei verstrebten Doppelsäulen als Stützen, in Form von Bambusrohr. Ein
dreipassig eingezogener Ablageboden als Verstrebung dienend. Darauf auf einem Baluster
stehende Etagere mit kleinem Galerierand. Höhe 75,5cm, + 46 cm.
Gestempelt 'A Weisweiler'. Zustand B. Vergoldung tlw. stärker berieben.

Provenienz:
Schloss Herrnsheim.

Literatur:
Kjellberg, Pierre: Le Mobilier Francais Du XVIII. Siècle, Paris 1989. Meister S.863, Typ
vgl. S. 868, Abb. A.

Ledoux-Lebard, Denise: Le Mobilier Francais Du XIX. Siècle, Paris 1984. Meister S.623ff.

Adam Weisweiler wurde am 28.Oktober 1746 im niederrheinischen Korschenbroich geboren.
Über seine Lehr- und Wanderjahre ist nicht viel bekannt, eine immer wieder vermutete
Ausbildung in der Werkstatt Abraham Roentgens ist nicht nachweisbar. Über
Kirchenbucheinträge wissen wir, dass er im Jahre 1777 erstmals in Paris erwähnt wird und
schon ein Jahr später, 1778 zum Meister ernannt wird. Er lässt sich in der Rue du Faubourg
mit seiner Werkstatt nieder. Neben Riesner, Molitor, Oeben und Roentgen zählt er zu der
Gemeinde der deutschsprachigen Ebenisten in Paris. Seine überaus eleganten Möbel wurden
bereits zu seinen Lebzeiten zu Höchstpreise gehandelt, dementsprechend erlaucht war auch
sein Kundenkreis, so etwa Marie-Antoinette, der König von Neapel oder der Prince of Wales
der spätere George IV. Aber auch nach der Revolution blieb Weisweiler einer der Pariser
Luxus-Ebenisten und arbeitete unter anderem für Königin Hortense.
Arbeiten von Adam Weisweiler findet man heute in viele berühmten Museen, so etwa dem
Louvre, dem Metropolitan Museum oder der Getty Foundation.

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16.11.2012, Los 1167,
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