Franz Roubaud: Die Rast in der Steppe aus unserer Rubrik: Gemälde Neuerer Meister
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Franz Roubaud

1856 Odessa

Alte Kunst am 16.05.2019, Los 983


Roubaud, Franz
1856 Odessa - 1928 München

Die Rast in der Steppe. Öl auf Leinwand. 46,5 x 76,5cm. Signiert unten rechts: F. Roubaud. Rahmen.

Frau Dr. Olga Sugrobova-Roth, die das Gemälde im Juli 2018 im Original geprüft hat, bestätigt in einer Email vom 24.07.2018 die Authentizität der Arbeit.

Provenienz:
Privatsammlung Süddeutschland.

Heute als der Begründer der russischen Panoramamalerei bezeichnet, wird Franz Alexejewitsch Roubaud 1856 in Odessa geboren. Nach den ersten Studienjahren an der lokalen Malschule geht Roubaud an die Münchner Akademie der Künste. Einer seiner Lehrer wird der Historienmaler Joseph Brandt. Während seiner Ausbildung in München besucht der junge Künstler jährlich seine Heimat und reist in den Kaukasus, die Ukraine und Zentralasien. Schon früh macht Roubaud die Darstellung von bunten Menschenmengen, zentralasiatischen und kaukasischen Märkten und Kriegsszenen zu seinem Spezialgebiet.
Nach seiner Rückkehr nach Russland erhält Roubaud einen Auftrag von einem Tifliser Museum für eine Reihe von Gemälden aus der Geschichte der kaukasischen Kriege. Nach der Ausstellung eines großen Panoramagemäldes in Russland, Deutschland und Frankreich verleiht die Bayerische Akademie der Künste Roubaud den Ehrentitel Professor. Darauf folgend wird Roubaud mit dem St. Michael Orden und der Ehrenlegion ausgezeichnet.
In der Blühte seiner Schaffensphase erhält Roubaud immer wieder Aufträge für Panorama Gemälde, meist als Gedenken an große Schlachten, an denen er über mehrere Monate mit weiteren Künstlern zusammen arbeitet.
Ab 1903 lehrt Franz Roubaud als Professor an der St. Petersburger Akademie für Malerei, fertigt mehrere bedeutende Schlachtengemälde und beginnt 1910 ein Panorama der "Schlacht von Borodino" zu schaffen. Das Panorama wird 1912 in einem speziell für das Panorama errichteten Gebäude in Moskau vorgestellt.
Im selben Jahr geht Roubaud nach Deutschland und kehrt nie wieder nach Russland zurück.
Die letzten Jahre seines Lebens verlebt der Künstler ohne Aufträge recht erfolglos. Franz Roubaud kann sich nicht an das künstlerische Leben in Deutschland anpassen und lebt bis 1928 von den in Russland verdienten Ersparnissen.
Heute sind seine Szenen aus dem Leben im Kaukasus und Schlachtenbilder wieder mehr als gefragt.

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428. Alte Kunst,
16.05.2019, Los 983,
Taxe: € 40.000

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