Franz Seraph von Lenbach: Fantasie-Farbstudie mit Palette aus unserer Rubrik: Gemälde Neuerer Meister
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Franz Seraph von Lenbach

1836 Schrobenhausen - 1904 München

Alte Kunst am 18.11.2016, Los 682

Lenbach, Franz Seraph von
1836 Schrobenhausen - 1904 München

Fantasie-Farbstudie mit Palette. Mischtechnik auf Holz. 81 x 64,5cm. Signiert und datiert auf der Palette: F. Lenbach 7. Juli 1893 / Lolo v. Hornstein gewidmet 13. Dez, 1984. Rahmen.

Literatur:
- Baranow, Sonja von: Franz von Lenbach. Leben und Werk, Köln 1986, S. 140, Nr. 37 mit Abb;
- Franz von Lenbach 1836-1904. Ausst.-Kat. Städtische Galerie im Lenbachhaus Dezember 1986 - Mai 1987, S.336, Nr. 174 mit Abb.

Fantasie-Farbstudien wie diese entstanden 1893 auf dem Ersten Kongress für Maltechnik in München. Die von Lenbach sogenannten "Versuchstafeln" oder "Probestriche" sind Zeugnisse seiner Vorträge, auf denen er alle ihm bekannten Techniken in Öl, besonders die der Temperamalerei zeigte, um die unterschiedliche Wirkung der jeweiligen Maltechnik zu demonstrieren.

Über diese Tafeln berichtete ein Zeitgenosse: "Diese Klecksbildchen entstanden in Handflächengröße dicht nebeneinander auf großen, dunkelgrundierten Holztafeln, die er, wenn er demonstrieren wollte, auf die Staffelei warf, um an einer freigebliebenen Stelle mit Farbtupfen sofort ein Bildnis, eine Landschaft oder einen Blumenstraß zu beginnen, ein Etwas, das in der Nähe unklar, in einiger Entfernung eine Darstellung von frappanter Wirkung wurde. Es mochten zum Teil Keime neuer Bilder sein, die in ihm aufstiegen, wie Abendglühen und Gewitterleuchten und es war anmutig zu sehen, wie sich eines aus dem anderen entwickelte (.)." So auch bei dieser erhaltenen Tafel: " (.) sieht man links eine farbenprangende Landschaft, die an der rechten Seite in Gewitternacht untertaucht; über den Wolken dunkel schwebt eine große Palette mit Farbflecken: glitzerndes Geschmeide hängt darüber, bunte Schmetterlinge flattern vorbei. Darunter breitet sich eine andere Landschaft klassischen Charakters aus mit Tempeltrümmern auf kahlem Felsen von der Sonne bestrahlt, die durch einen Regenbogen bricht, dann Felsgipfel, unten drei kleine Portraitbildchen, wie angelehnt an den Felsen. Das Ganze ein geistsprühendes Capriccio erhitzter Künstlerphantasie." (Theodor Schreiber, Franz von Lenbach, in: Zeitschrift für Bildende Kunst, N.F. Jg. 16, 1905, S. 131).

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