Gerhard Richter: Fuji aus unserer Rubrik: Post War Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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Gerhard Richter

1932 Dresden

Modern am 29.05.2019, Los 309

Richter, Gerhard
1932 Dresden

Fuji. 1996. Öl auf Alucobond. 29 x 37cm. Signiert verso: Richter. Sowie nummeriert verso auf einem Aufkleber mit Werk- und Provenienzangaben: WV-Nr. 839-13.

Die Arbeit ist auf der offiziellen Internetseite des Künstlers unter der WVZ.-Nr. 839-13 aufgeführt (www.gerhard-richter.com).

Provenienz:
- Städt. Galerie im Lenbachhaus, München (Aufkleber)
- Galerie Fred Jahn, München (Aufkleber)
- Galerie Bernd Lutze, Friedrichshafen
- Privatsammlung Deutschland

Literatur:
- Butin, Hubertus/Gronert, Stefan/Olbricht, Thomas (Hrsg.): Gerhard Richter - Editions
1965-2013, Ostfildern/Köln 2013, WVZ.-Nr. 89
- K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Gerhard Richter - Werkverzeichnis 1993-2004, mit einem Essay von Armin Zweite, Düsseldorf 2005 ( 2. Aufl.), WVZ.-Nrn. 839/1-110

In dem vielseitigen Werk von Gerhard Richter bilden die in einer Auflage geschaffenen Fotografien, Drucke, Objekte und Gemälde eine wichtige Rolle, denn in ihnen lotet er experimentierfreudig die Ausdrucksmöglichkeiten unterschiedlichster Medien und Gattungen aus, wobei er sich selbst und seine Kunst immer wieder hinterfragt. Dies gilt auch für die Fuji-Bilder aus dem Jahr 1996. Doch obwohl Richter für jedes von ihnen dasselbe kleine Format von 29 x 37cm wählt und alle nach dem gleichen Prinzip bemalt, schafft er im seriellen Prozess 110 Unikate.

Zu ihnen gehört das hier vorgestellte Bild. Wie bei den anderen Arbeiten der Reihe verwendet Richter auch hier anstelle einer Leinwand eine Verbundplatte aus Aluminium und Kunststoff als Malgrund, deren glatte Oberfläche es ihm ermöglicht, sehr feine Strukturen zu schaffen. Darauf bringt er, dem "Grundmuster" der Serie folgend, zunächst drei waagerechte monochrome Farbstreifen auf: oben leuchtendes Rot, in der Mitte dunkles Orange und unten Smaragdgrün. Dann zieht er eine mit weißer Farbe behaftete Rakel waagerecht über die noch feuchte Farbe der unteren beiden Streifen. Die dabei teilweise abgetragenen Farben belässt er auf dem Schabwerkzeug und zieht dieses abschließend noch einmal von der oberen Bildkante senkrecht über die gesamte Fläche. Den Zufall nicht außer Acht lassend, lässt Richter mit diesem einfachen malerischen Mittel die Farben mal mehr, mal weniger verschmelzen oder er lässt sie für sich selbst stehen. Auf diese Weise erzeugt er ein äußerst feinteiliges und komplexes Farbgefüge, das in unserem wunderbaren Beispiel von einem kräftigen Rot-Grün-Kontrast bestimmt wird. Zudem steigert er die Dynamik des Bildgeschehens, indem er die unterschiedlichen Arbeitsspuren sichtbar werden lässt.
Richter fertigt diese Bilderreihe an, um mit dem Verkauf der einzelnen Bilder den Erwerb seines Atlas durch das Lenbachhaus in München zu unterstützen.

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