Heinz Mack: Kleiner Urwald aus unserer Rubrik: Post War Objekte
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Heinz Mack

1931 Lollar

Modern | Post War | Contemporary am 28.11.2018, Los 214

"VAN HAM geht mit einem Millionenzuschlag für ein Gemälde von Heinz Mack in die Annalen ein" Handelsblatt, 7. Dezember 2018
Nun gelangt das Werk "Kleiner Urwald" als Schenkung in das Museum Kunstpalast in Düsseldorf.


Pressemitteilung Museum Kunstpalast

Mack, Heinz
1931 Lollar

Kleiner Urwald. 1966. Objektkasten (Holz, Aluminium, Plexiglas). 204 x 304 x 7cm. Signiert und datiert (eingeritzt) unten links: mack 66.

Provenienz:
- Galerie Denise René/Hans Mayer, Düsseldorf
- Unternehmenssammlung Deutschland

Literatur:
- Honisch, Dieter: Mack - Skulpturen, 1953 -1986, Düsseldorf/Wien 1986, WVZ.-Nr. 913

Heinz Mack ist einer der wichtigsten Vertreter der ZERO Bewegung. Zusammen mit Otto Piene und Günther Uecker kündigte er Ende der 1950er Jahre die "Stunde Null" in der Kunst an. In ihrem neuen künstlerischen Selbstverständnis gaben sie die Bildkompositionen zugunsten der reinen Struktur auf, um ihre Auseinandersetzung mit der Dynamik der Bildfläche, anstelle der traditionellen gestischen Malerei des Informel, voranzubringen. Heinz Mack geht es um das Sichtbarmachen der Bewegung des Lichts und um die Entmaterialisierung des Gegenständlichen.
Früh beginnt Heinz Mack mit verschiedenen Material- und Oberflächenstrukturen zu experimentieren. Durch Verwendung industrieller, transparenter und reflektierender Materialien entstehen um 1960 die ersten dreidimensionalen Lichtreliefs, die die Lichtreflexion steigern und so zur immateriellen Lichterscheinung werden. Seine künstlerische Intention erklärt Heinz Mack wie folgt: "Obwohl es scheinen mag, dass ich meine Arbeit ausschließlich dem Licht gewidmet habe, muss ich jedoch erklären, dass es stets allein meine Absicht war und immer noch ist, Gegenstände zu machen, deren Erscheinungsweise immateriell ist."
Ein immer wiederkehrender Werkstoff im frühen Werk von Heinz Mack ist das sogenannte "honeycomb" - ein Aluminiumgitter, dass für die Luft- und Raumfahrt entwickelt wurde. Die ähnlich den Bienenwaben geformte Struktur lässt sich per Hand ziehen und raffen, so dass sich mit geringem Aufwand zarte Gebilde formen lassen, die das Licht aufblitzen, vibrieren und flimmern lassen.
Selten ist Heinz Mack so spielerisch mit diesem Material umgegangen wie in dem vorliegenden Lichtrelief. Aufgrund seiner Größe gehört es zu den Hauptwerken aus dem Bereich der Reliefs. Die Aluminiumgitter zeigen ganz unterschiedliche Formen. Mal sind sie schlank und langgestreckt, mal wurden die unteren Gitterhälften zusammengedrückt. Es entsteht ein Pflanzen ähnlicher Eindruck, der sich hier in Gänze zu einem stilisierten Wald verdichtet. Durch die Verwendung von ausschließlich reflektierenden Materialien kommt das Auge des Betrachters nicht zur Ruhe. Das einfallende Licht wird vom reflektierenden Hintergrund durch die Netzstrukturen hindurch zurückgeworfen. Macks zentrales Prinzip der Licht-Artikulation auf der Oberfläche mit der einhergehenden immateriellen Erscheinung kommt hier deutlich zur Geltung.

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VAN HAM erzielt regelmäßig sehr gute Ergebnisse für Werke von Heinz Mack.

419. Modern | Post War | Contemporary,
28.11.2018, Los 214,
Taxe: € 150.000
Ergebnis: € 1.000.000

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