Hermann Max Pechstein: Chogeall's Palau aus unserer Rubrik: Mod. Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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Hermann Max Pechstein

1881 Zwickau - 1955 Berlin

Moderne und Zeitgenössische Kunst am 02.12.2010, Los 151

Pechstein, Hermann Max
1881 Zwickau - 1955 Berlin

"Chogeall's Palau". 1917. Öl auf Leinwand. 52 x 79,5cm. Monogrammiert mit Künstlersignet oben links: HMP. Rückseitig betitelt: Chogeall's (Palau). Rahmen.

Gutachten:
Ein schriftliches Gutachten von Frau Dr. Aya Soika, Dabendorf vom 29. September 2010 liegt vor. Das Gemälde wird in das Werkverzeichnis unter der Nummer 1917/55.2 aufgenommen.
Die Arbeit wurde von der Max Pechstein-Urheberrechtsgemeinschaft in Vertretung durch Herrn Alexander Pechstein und Frau Julia Pechstein, sowie Frau Dr. Aya Soika gemeinsam im Original begutachtet.

Provenienz:
Adeline Goebbel, Belgien
Privatsammlung Belgien
Privatsammlung Belgien

"Von dem Gemälde war bisher nur der Titel überliefert. Es existiert ein Eintrag im Werkstattbuch des Künstlers (eine nicht öffentlich zugängliche Quelle), in dem der Titel 'Chogealls' angeführt wird (...). Es handelt sich um die als 'Chogealls' bezeichneten Meeres-Felsen bei den Palau-Inseln, die Pechstein in seinem Reise-Tagebuch erwähnte. Die Passage aus dem Tagebuch wurde in Max Osborns Monographie 'Max Pechstein' abgedruckt (Osborn, 1922, S.125). Dort heißt es: 'Wir kreuzen an den Chogealls, großen dreieckigen Felsenkegeln, vollkommen bewachsen vom Meer bis zur Spitze, vorbei. Das heutige Ziel ist Malegeok. Also auf, durchs Riff, ins Meer. Unterwegs sichten wir eine Dugong (Seekuh), welche wir bei ihrem Frühmahl in den Seegrasbänken aufgescheucht. Köpfe von Schildkröten tauchen, Luft schnappend, auf und verschwinden wieder. Nun sind wir vorbei an den grünen Zuckertüten, den Cogealls und haben weiten Blick nach dem Ozean. Wir gleiten jetzt über Korallengärten dem Riffe zu. In sämtlichen Farben sprühen die vielgestaltigen Korallen, und blau, zitronengelb schießen die Fische hindurch' (...).
Motivische Entsprechungen bestehen zu den Gemälden Palau-Landschaft II [WVZ Nr. 1917/55.1] (das die linke Gemäldehälfte variiert) und Palau-Landschaft III [1917/56] (eine Variation der rechten Gemäldehälfte). Die dargestellte Landschaftsszene wird allerdings in künstlerischer Freiheit variiert, und nicht 1:1 umgesetzt. Die Hütte am anderen Ufer wird aus einer anderen Perspektive gezeigt, ebenso der Baum auf der rechten Seite, das Kanu ist in vereinfachter Form dargestellt.

In den Details der Darstellung lassen sich im Vergleich zu anderen Palau-Gemälden des Jahres 1917 Entsprechungen in der Gestaltung der Figuren, der Hütten, der bewaldeten Hügel, der Bäume [vgl. die Darstellung 1917/5] und Büsche finden. Auch die schwarze Umrandung der Formen, und die vereinfachte, skizzenhafte Darstellung der Figuren - auf denen selbst die schwarzen Haarkappen, die typisch für die Balkenschnitzereien der Palau-Balken im Dresdner Völkerkundemuseum sind - überzeugt." (Dr. Aya Soika, 29.9.2010).

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