Jacob van Walscapelle: Girlande mit Früchten und Blumen aus unserer Rubrik: Gemälde Alter Meister
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Jacob van Walscapelle

1644 Dordrecht - 1727 Amsterdam

Alte Kunst, Gemälde und Skulpturen am 16.05.2008, Los 363


Walscapelle, Jacob van
1644 Dordrecht - 1727 Amsterdam

Girlande mit Früchten und Blumen. Mit zwei blauen Bändern an Nägeln gehalten, bilden Zweige mit Weintrauben, Pfirsichen,
Pflaumen und Kirschen eine Girlande. Dazwischen Hagebutten und eine Mohnblüte sowie einige
Insekten. Öl auf Eichenholz. 24,2 x 43,9cm. Signiert und datiert unten links: Jacob: Walscappel F. 1674. Rahmen.


Provenienz:
Kunsthandel Pieter de Boer, Hergiswil, verkauft am 21.11.1966;
Kölner Privatsammlung.

Ausstellung:
Grand Palais, Paris 1966, Nr. 48 (rückseitig Klebezettel).

Verzeichnet und aufgeführt im RKD, Den Haag, unter der Nr. 49005.

Als Jacob Cruydenier getauft, nahm Jacob van Walscapelle im Jahre 1677 den Namen seiner Urgroßmutter, van Walscapel, an. Es wird vermutet, dass er schon in seiner Jugend von Dordrecht nach Amsterdam übersiedelte, wo sein Schwager Ottmar Ellinger I. als Blumenmaler tätig war. Walscapelles Interesse galt vorwiegend der Darstellung von Blumen-, Früchte- und Vanitasstilleben.

Sein Frühwerk, für das nur wenige Gemälde nachweisbar sind, zeigt deutlich den Einfluß seines ersten Lehrmeisters Cornelis Kick (1635-1681). Dies zeigt sich vor allem in der Verwendung von stilistischen und motivischen Merkmalen wie z.B. der leicht diagonalen Ausrichtung des Bildaufbaus oder der Darstellung der gewundenen Mohnblume.

Im Vergleich zu den frühen Werken Walscapelles sind die späteren Blumen- und Früchtestilleben von den Gestaltungsprinzipien der De-Heem-Schule beeinflußt. So erscheinen diese represäntativer und zeigen in der Darstellung der Blüten eine symmetrische Komposition sowie eine hellere Farbwahl. Des Weiteren verwendet Walscapelle häufig die Motive der Kornähren und der hängenden Fruchtzweige und setzt den Farbenreichtum der Blumen und Früchte, die oftmals der Lichtquelle zugewandt sind, mit einem dunklen Hintergrund in Kontrast. Die hierdurch entstehende Farbenpracht wird von Wurzbach eindrücklich beschrieben. So bezeichnet er Walscapelle als einen ausgezeichneten Meister "dessen Farbenglut mit J. de Heem wetteifert, unter dessen Namen seine Bilder nicht selten gehandelt werden".

Werke Jacob van Walscapelles sind heute in zahlreichen bedeutenden Museen vertreten, so z.B. im Rijksmuseum Amsterdam, in der National Gallery London, oder der Staatlichen Kunsthalle, Karlsruhe.


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16.05.2008, Los 363,
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