Jakob Philipp Hackert: Auktion 282, Los 145 aus unserer Rubrik: Gemälde Alter Meister
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Jakob Philipp Hackert

1737 Prenzlau - 1807 Florenz

Alte Kunst, Gemälde und Skulpturen am 20.11.2009, Los 145


Hackert, Jakob Philipp
1737 Prenzlau - 1807 Florenz

Weite italienische Gebirgslandschaft. Im Vordergrund Hermes, der Argus einschläfert sowie die zur Kuh verwandelte Io. Öl auf Leinwand. Doubliert. 100 x 130cm. Signiert und datiert unten links: Ph. Hackert pin. 1801. Rahmen.

Provenienz:
- Auktion Lepke, Berlin 24./26.02.1937 unter der Nr. 63.
- Privatsammlung Franken.

In den Daten des ArtLoss Registers findet sich kein Hinweis auf die vorliegende Arbeit.

Schriftliche Bestätigung durch Frau Dr. Claudia Nordhoff, Rom, 07.10.2009.
Frau Dr. Nordhoff legt in diesem Schreiben ausführlich dar, dass es sich bei dem vorliegenden Gemälde eindeutig um eine eigenhändige Arbeit Hackerts handelt, wahrscheinlich nach Vorlage eines Meisters des 17.Jhs. Sehr ausführlich geht sie auf Signatur und Datierung ein, die die Arbeit in eine Phase im Hackertschen Schaffen einfügt, die geprägt ist vom Ortswechsel zwischen Neapel und Florenz:
"(...) Hackert lebte und arbeitete bis 1799 als Hofmaler Ferdinands IV. in Neapel, mußte die Stadt jedoch 1799 im Zuge der revolutionären Ereignisse fluchtartig verlassen und ließ sich bis zu seinem Lebensende in Florenz nieder. Hier nun setzte noch einmal eine Auseinandersetzung mit den Werken der älteren Meister ein, die einen Niederschlag vor allem in einigen Staffagefiguren fand. Zwei Landschaften von 1803 etwa zeigen jeweils die von Theseus verlassene Ariadne sowie Äneas und Dido, wobei die Figuren an Vorbildern Claude Lorrains und Nicolas Poussins orientiert sind."
In diesen Jahren um 1800 muss sich der Künstler, obwohl in Neapel sehr bekannt und bestens etabliert, mit einer neu aufzubauenden Werkstatt in die Gesellschaft einbringen und neue Auftraggeber finden. Die Zeit nutzt er mit dem Studium seiner Vorbilder, wie Salvator Rosaa, Nicolase Berchem oder Claude Lorrain:
"(...) Hackerts Auseinandersetzung mit den Künstlern des 17. Jahrhunderts schlug sich auch in seiner Sammlertätigkeit nieder (so geht aus seinen Briefen hervor, daß er u.a. mehrere Gemälde von Claude Lorrain besaß); bei seinem Tod fanden sich in seinem Atelier u.a. zwei Kopien nach Salvator Rosa, zwei Kopien nach Claude Lorrain und zwei Kopien nach Berchem."
Neben dise Studienarbeiten kann man das vorliegende repräsentative und großformatige Leinwandgemälde auch als eine Arbeit im Kundenauftrag sehen, die man sich natürlich signieren ließ.



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282. Alte Kunst, Gemälde und Skulpturen,
20.11.2009, Los 145,
Taxe: € 18.000
Ergebnis: € 23.220

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