"GI" (Das Spiel) aus unserer Rubrik: Post War Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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Kazuo Shiraga

1924 Amagasaki, Hyogo/Japan - 2008 Amagasaki, Hyogo/Japan

Modern am 31.05.2017, Los 332

Shiraga, Kazuo
Amagasaki/Hyogo, Japan 1924 - 2008

"GI" (Das Spiel). 1991. Öl auf Leinwand. 73 x 60,5cm. Signiert (japanisch) unten links: Shiraga Kazou. Betitelt, signiert und datiert (japanisch/latein) verso: 'Gi' Kazuo Shiraga 1991 Dezember. Modelrahmen.

Provenienz:
Galerie Nothelfer, Berlin (Aufkleber)
Privatsammlung Bayern

Ausstellungen:
Galerie Nothelfer, Berlin 1992
Galerie Stadler, Paris 1992

Literatur:
De la Motte, Manfred (Hrsg.), Kazuo Shiraga, Berlin 1992, S. 108 (Farbabb.)
Ausst.-Kat., Kazuo Shiraga, Galerie Stadler 1992, S. 5 (Farbabb.)

"Es war kurz nach dem Krieg, als ich für den deutschen Expressionismus Interesse gefunden hatte und in ihm die für meine Kunst benötigten Elemente entdeckte.

Die Künstler der "Brücke" und die Bewegung des "Blauen Reiter" haben seit Ende der 40er Jahre bis Anfang der 50er Jahre große Einflüsse auf mich gehabt. Es waren die Werke und Theorien dieser deutschen Künstler, die mich damals zum heißen Weg der abstrakten Malerei veranlaßten.

Als Student habe ich mich halb zwangsläufig mit traditioneller japanischer Malerei beschäftigt. Die leuchtenden Farbwirkungen der japanischen Farbholzschnitte "Ukiyoe" fand ich aber so dann in der modernen westlichen Malerei wieder.

In Gelb und Blau der späten Werke Van Goghs sah ich etwas Gemeinsames mit den Farbholzschnitten von Ukiyoe, und vom lebendigen Rot und Grün der deutschen Expressionisten bekam ich beflügelnde Anregungen.

Seit etwa 1952 neigte meine Malerei immer stärker zur Abstraktion. Die Einflüsse der "Theorie der reinen Malerei" vom japanischen Kunstkritiker Usaburo Toyama beschleunigte diese meine Tendenz, von der mich nun nichts mehr hätte abhalten können.

Poetische Geschichten oder gewisse Ideologien in der Malerei darzustellen schien mir dann langsam unnötig. Die Suche nach rein optischen Ausdrücken führte mich durch Expressionismus und abstrakte Malerei hindurch, bis ich schließlich 1955 zum Action-Painting gelangte.

Die abstrakte Kunst der Nachkriegszeit nahm ihren heißen, stürmischen Anfang in den USA durch Pollock und de Kooning, was in dem fernen Japan nur duch einige ihrer Werke vernehmbar war.

1955 trat ich dem Verein der konkreten Kunst Japans (Gutai Gruppe) bei. Ich beschäftigte mich damals als der erste mit Fuß-Action-Painting. Es war aber keine zufällige Entdeckung von mir, sondern eine logische Folge der Studien über Ukiyoe und der Entwicklung meines dadurch angeregten und von Leidenschaft besessenen Schaffens."

(Kazuo Shiraga: Mein heißer Weg zur abstrakten Malerei. In: De la Motte, Manfred. Kazuo Shiraga. Berlin 1992, S. 10).

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