Monumentale Kaminuhr mit Chronos aus unserer Rubrik: Porzellan
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KPM

Berlin

Europäisches Kunstgewerbe am 15.05.2019, Los 58

MONUMENTALE KAMINUHR MIT CHRONOS.
KPM. Berlin. Anfang 20. Jh. Entwurf P. Schley.

Porzellan, farbig und gold staffiert. Imposantes dreigliedriges Gehäuse mit reicher Ziervergoldung auf abgetrepptem Sockel, der
mit Rocaille- und Blattverzierungen sowie feiner goldenen Reliefmalerei dekoriert ist. Auf
dem mittigen, reich profilierten Aufbau mit dem Uhrwerk thront der geflügelte Chronos auf
dem "Rad der Zeit", in seiner Rechten eine Sanduhr emporhaltend. Die Zeitsymbolik wird
unterhalb des Zifferblattes durch die Figur eines Puttos wieder aufgegriffen, der eine
sich in den Schwanz beißende Schlange in Händen hält. Der Aufbau wird von zwei lagernden
Sphingen, jeweils in Begleitung eines Puttos, flankiert. Fronten des Sockels und Rückseite
des Gehäuses sind mit feinen Blüten in Weichmalerei sowie Reliefemail in Gold dekoriert. Maße mit Sockel 75,5x91,5x26cm.
Zeptermarke, Sockel und Chronos je roter Reichsapfel sowie je Modellnr. 3619. Zustand C.

Provenienz:
Privatsammlung Berlin.

Literatur:
Dietz, Franca: Die Sammlung Hassan Sabet, Blühende Zeit der KPM, Die Weichmalerei auf Berliner Porzellan, Petersberg, 2013. S. 84-85, 473-475.

Der Entwurf zu diesem Modell stammt von Paul Schley aus dem Jahr 1891. Schley, seit 1885 als Modellmeister für die KPM tätig, war an zahlreichen monumentalen Hauptwerken der Manufaktur um die Jahrhundertwende wesentlich beteiligt. Der umfassend ausgebildete Bildhauer griff in seinem Werk immer wieder auf figürliche Vorbilder des Rokoko zurück, wobei es ihm vortrefflich gelang, die Körperlichkeit andersartiger Materialien in Porzellan umzusetzen. Die Prunkpendule, die als Neujahrsgeschenk für Kaiser Wilhelm II. konzipiert wurde, ist ein eindrückliches Beispiel für Schleys Arbeitsweise. Der hohe soziale Status des Rezipienten erforderte ein Höchstmaß an repräsentativem Charakter, der durch äußerst aufwändige malerische und plastische Ausgestaltung erzielt wurde. Als Vorbilder für die spannungsvoll modellierten Figuren, dienten dem Modelleur aller Wahrscheinlichkeit nach plastische Bildwerke des Barock aus den Gärten von Schloss Sanssouci in Potsdam und dem Berliner Schloss.

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426. Europäisches Kunstgewerbe,
15.05.2019, Los 58,
Taxe: € 35.000

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