Max Bill: "weisses quadrat mit verwanderten Ecken" aus unserer Rubrik: Post War Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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Max Bill

1908 Winterthur - 1994 Berlin

Modern | Post War | Contemporary am 28.11.2018, Los 106

Bill, Max
1908 Winterthur - 1994 Berlin

"weisses quadrat mit verwanderten Ecken". 1962/78. Öl und Acryl auf Leinwand. 212 x 212cm. Signiert, datiert und bezeichnet verso
auf der Leinwand oben: bill 1962 (Vergrösserte Version 1978). Sowie nochmals signiert auf
Keilrahmen: max bill. Hier zudem betitelt, datiert und bezeichnet: weisses quadrat mit
verwanderten Ecken. 1962 (aus diagonal 170 cm vergrösserte version 1978 212cm diagonal).
Mit Richtungspfeilen versehen. Rahmen.

Das Werk wird in das Archiv der max, binia + jakob bill stiftung, Zürich, aufgenommen. Wir danken Herrn Dr. Jakob Bill für die freundliche, wissenschaftliche Unterstützung.

Provenienz:
- Galerie Denise René/Hans Mayer, Düsseldorf (Aufkleber)
- Unternehmenssammlung Deutschland

Ausstellungen:
- Kunstmuseum Bochum, 2010/11

Max Bill konzentriert sich in seinem künstlerischen Schaffen mit, wie er sagt "logischen Prozessen" auf die Komposition von Farben und geometrischen Formen. Als wichtiges Mitglied der Konkreten Kunst entwickelt er durch seinen besonderen Umgang mit Farbe, Form, Raum und Licht eine unverwechselbare Formensprache, mit der er den Betrachter seiner Werke erreicht. Mit, wie er es sagt "logischen Prozessen" konzentriert sich Max Bill in seinem Schaffen auf die Komposition von Farben und geometrischen Formen. Sein besonderer Umgang mit Farbe, Form, Raum und Licht entwickelt eine unverwechselbare Formensprache, mit der er den Betrachter seiner Werke erreicht: "es ist erwiesen, dass kunstwerke auf die menschen einen einfluss haben. ich strebe an, dass zum beispiel ein bild, durch die art seiner farbigkeit, stimmung, kompositionsidee, im betrachter positive einflüsse auslöst, zum beispiel aktivierung, beruhigung, konzentration, harmonie." (Max Bill, zit. nach: Deutsche Bank AG (Hrsg): Max Bill. Eine Einführung in sein Werk und Schaffen von Eugen Gomringer, Frankfurt a. M. 1984, S. 7)
Eine markante Rolle in Max Bills Gesamtwerk spielt das Quadrat - entweder als Binnenform oder als Außenform dient es ihm als Grundlage seiner Kompositionen, die er formal und farblich aufbricht bzw. vervielfältigt.
Das hier angebotene Gemälde ist ein beispielhaftes Zeugnis aus dem Schaffen Max Bills. Als Ausgangsform dient ihm eine auf der Spitze stehende quadratische Grundfigur. Durch drei gezielte Linien löst Max Bill diese Einheit auf und lässt vier Farbfelder entstehen. Die rautenförmige Grundfläche wird so in eine weiße, schwarze, graue und leuchtend gelbe geometrische Form geteilt. Die gegenüber bzw. nebeneinanderliegenden Farbfelder verleihen der rautenförmigen Grundfigur Spannung, wirken jedoch trotz unterschiedlicher Größenverhältnisse harmonisch und gleichwertig. Es entsteht eine ruhige Hierarchie der neu geschaffenen Farbflächen, die als eine neue Einheit wahrgenommen wird.
Max Bills Werke regen die Phantasie des Betrachters zum Messen, in Beziehung-Setzen und Vervollständigen aufgelöster Formen an. So wird die in der Bildmitte neu geschaffene weiße Form durch optische Gesetzmäßigkeiten vom Betrachter zu einem weißen Quadrat, in gleicher Größe wie die Grundform, ergänzt. Der bestehengebliebene rechte Winkel in der oberen linken Ecke der weißen Form und der Titel des Gemäldes "weisses quadrat mit verwanderten Ecken" geben dem Auge einen deutlichen Hinweis.
Zu diesem Thema entstehen eine ganze Reihe von Gemälden in unterschiedlicher Größe und Farbgebung. Das hier gezeigte Gemälde ist vermutlich 1978 als eine größere Version eines Gemäldes von 1962 entstanden und gilt laut Jacob Bill als das größte Gemälde dieser Themenfamilie.

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