Oswald Achenbach: Geistlicher und Gärtner auf der Terrasse von Castel Gandolfo bei Rom aus unserer Rubrik: Gemälde Alter Meister
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Oswald Achenbach

1827 Düsseldorf

Alte Kunst am 16.05.2019, Los 967


Achenbach, Oswald
Düsseldorf 1827 - 1905

Geistlicher und Gärtner auf der Terrasse von Castel Gandolfo bei Rom. Blick über den Park in weite Campagnalandschaft. Öl auf Leinwand. 42 x 60,5cm. Signiert und datiert unten rechts: Osw. Achenbach 1882. Rahmen.

Castel Gandolfo, eine süditalienische Stadt, liegt oberhalb des Albano-Sees, sechzehn Meilen südöstlich von Rom. Seit 1604 war es die Sommerresidenz der Päpste.

Seinen Namen verdankt Castel Gandolfo einer Burg, die im 12. Jahrhundert von den Gandolfi, einer genuesischen Familie, erbaut wurde. Im 13. Jahrhundert wurde die Burg von den Savelli erworben, einer mächtigen römischen Familie, zu der zwei Päpste dieses Jahrhunderts gehörten (Honorius III. und Honorius IV.). Die Familie konnte ihr Reichtum jedoch nicht halten. 1596 haben sie sich so verschuldet, dass Castel Gandolfo in den Besitz des Kirchenstaates überging.

Castel Gandolfo liegt auf dem Gipfel des Bergrückens um den Albaner See; während die Seite zum See steil ist, hat die Seite nach Rom einen sanften Hang und wurde von Kaiser Domitian ausgewählt, um dort eine große Villa zu bauen. Ende des 16. Jahrhunderts folgten mehrere bedeutende römische Familien dem Beispiel des Kaisers und bauten Villen in der Gegend. Kardinal Maffeo Barberini wählte Castel Gandolfo als Residenz für seine Sommerferien aus. 1623 wurde er Papst Urban VIII. und beauftragte den Bau eines Palastes, der den Bedürfnissen und dem Rang eines Papstes entsprach.
Der Entwurf des Palastes ging an Carlo Maderno, an den Papst Urban VII. auch den Entwurf des Palazzo Barberini in Rom gerichtet hatte.

Seit jener Zeit verließ der jeweils amtierende Papst jeden Sommer Rom in Richtung Castel Gandolfo und beinahe jeder von Ihnen hinterließ innen- oder außenarchitektonische Spuren. Auch die Päpste, die dort nicht urlaubten, bauten den Palast nach ihrem Geschmack um.
Im Jahr 2011 verbrachte Papst Benedikt XVI. fast drei Monate in Castel Gandolfo, womöglich beeinflusst von seinem Landsmann J. W. Goethe, der von den Tagen, die er 1787 dort verbrachte, begeistert war.

Goethes Begeisterung teilten nicht nur die Päpste. Kaum ein Künstler dieser Zeit, dessen Oeuvre die malerischen Landschaften Süditaliens enthielt, konnte dem Anblick dieser kleinen Stadt widerstehen. Insbesondere der Düsseldorfer Künstler Oswald Achenbach fand Gefallen an diesem Motiv. Seine zahlreichen, vor Ort angefertigten Ölskizzen setzte er in großformatige Atelierbilder um.
2016 wurde die Papstwohnung, nachdem Papst Franziskus mitteilte Castel Gandolfo künftig nicht mehr als Sommerresidenz nutzen zu wollen, in ein für die Öffentlichkeit zugängliches Museum umgewandelt.

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428. Alte Kunst,
16.05.2019, Los 967,
Taxe: € 30.000

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