Musealer Serpentinpokal mit herausschraubbarem Innenbecher aus unserer Rubrik: Kunstkammer
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Sachsen, wohl Dresden

Europäisches Kunstgewerbe am 14.11.2018, Los 277

MUSEALER SERPENTINPOKAL MIT HERAUSSCHRAUBBAREM INNENBECHER.
Sachsen, wohl Dresden. Um 1650.

Rötlich schwarzer Granatserpentin mit dreifacher Vermeilmontierung. Runder leicht gewölbter Fuß, am Stand umlaufende Montierung mit Blätterfries. Runder
Schaft mit gedrungenem Nodus, dieser ebenfalls mit feiner Blattmontierung. Zehnkantige
birnförmige Kuppa im unteren Teil sich verjüngend. Hoher runder Rand. Hoher gewölbter
Deckel im unteren Teil leicht eingeschnürt. Knaufbekrönung. Am Rand ebenfalls
korrespondierende Montierung. Innen ein herausschraubbarer Becher in Form eines sich
konisch verjüngenden Zylinders. Höhe 26cm.
An Deckelinnenseite Inventaretikett.
Zustand B. Am Schaft restauriert.

Provenienz:
Deutsche Sammlung, erworben bei Blumka, New York.

Literatur:
- Gert-Dieter Ulfers: Sammlung Jahn, Sächsischer Serpentin. Weimar 2000. Typus mit herausschraubbarem Innenbecher vergleiche S.62/63, Kat.-Nr.32.
- Eva Maria Hoyer: Sächsischer Serpentin. Ein Stein und seine Verwendung. Leipzig 1995.
Typus vergleiche S.53, sowie S.234 und 235 Kat.-Nr.81, ein Deckelpokal mit herausschraubbarem Innenbecher aus der Sammlung Jahn.

Die Besonderheit dieses meisterhaft geschnittenen Pokals ist sein überraschendes Innenleben. Ist doch am oberen Lippenrand passgenau ein Gewinde gedrechselt mit dem man einen kleinen Becher einschrauben kann. In verschiedenen öffentlichen Sammlungen haben sich Pokale dieses Typus erhalten, über den genauen Gebrauch ist heute nicht mehr viel bekannt. Denkbar wäre die Verwendung als Trinkspiel bei Tisch für Wein und Branntwein. Aber auch die Verwendung als Doppelgefäß zur Giftprüfung ist naheliegend.

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