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Theodor Heinrich Roos: Der Künstler in seinem Studio aus unserer Rubrik: Gemälde Alter Meister
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Theodor Heinrich Roos

1638 Wesel - 1687 Frankfurt/Main

Alte Kunst am 04.07.2002, Los 976


Roos, Theodor Heinrich
1638 Wesel - 1687 Frankfurt/Main

Der Künstler in seinem Studio. Öl auf ca. 1mm starke gehämmerte Kupfertafel. 45,5 x 38,5cm. Signiert und datiert unten rechts: Theodorus Roos feci A. 1673. Rahmen.

Provenienz:
Privatsammlung Sachsen.

Literatur:
Weseler Jahrbücher... S. 34ff.

1640 siedelte die Familie Roos nach Amsterdam um. Die beiden Söhne Theodor und Johan Heinrich gingen dort zu Corneliusz de Bie in die Lehre und wurden in der Landschafts-, Tier und Stillebenmalerei, isbersondere aber in der Kunst des Porträtierens unterrichtet.

Theodor, der sich von seinem Bruder 1657 löste und auf Reisen ging, war an den Höfen von Mainz, Kassel und Manheim tätig.

Die Museen der Stadt Frankfurt am Main (Historisches Museum, Städel) besitzen einige Werke von Theodor Roos, darunter sein Selbstporträt. Das Totenbuch der Stadt Frankfurt verzeichnet sein Begrägnis am 7. Juni 1687.

Das einzige Indiz, daß es sich bei dieser Darstellung wohl um einin Maler (möglicherweise Malerporträt) handelt, ist die fast beiläufig am Boden liegende Palette mit Pinseln. Die Aura des Dargestellten deutet indes eher auf einen Gelehrten. Auf dem Tisch Erd- und himmelsglobus des Astronomen (mit Beginn des 17. Jh. verlegen Jodocus Hondius und Joh. Janssonius im Amsterdam ebendiese Globen), Zirkel und Winkelmaß des Architekten, diverse Folianten, der vordere davon aufgeschlagen: "Historische Chronica der vier Mo[...]chien von Erschaff[...] der Welt". Am Boden, vor dem mit einem Teppich bedeckten Tisch eine Büste, ein Skizzenblatt, ein aufgeschlagenes Notenbüchlein, eine Violine und eine große Knickhalslaute. Die beiden Instrumente stellvertretend für die Musik, die nach griechicher Tradition die Grundlage allen künstlerischen Schaffens darstellt.

Mit gleichem Gewicht folgen um Venus und Amor zur Rechten (der kleine Amor spielt mit Seifenblasen!) auf dem Boden ein goldener Pokal und ein mit Münzen prall gefüllte Sack, - auf dem Tisch aber Totenschädel und Stundenglas, das Motiv der Vergänglichkeit. Bis auf die Vanitas-Attribute finden sich die wichtigsten "Utensilien" des Bildes auch auf einem Gemälde des Leidener Gerrit Dou ( Dresdener Gemäldegalerie Alt Meister Nr. 1704: "Der Maler in seiner Werkstatt", datiert 1647), der sich dort in seiner Werkstatt sitzend dargestellt hat.

Die Darstellung oder Selbstdarstellung des Künstlers in einer "Gelehrtenkammer" scheint also in jener Zeit ein durchaus geläufiges Motiv gewesen zu sein.

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