SØR Rusche Collection - Realities – ONLINE ONLY

21. August – 3. September 2020

Auktion

21. August – 3. September 2020, ab 18 Uhr
Nr. 1 - 125

Die erste Online-Auktion der SØR Rusche Collection nach der Sommerpause beschäftigt sich mit der Darstellung der Realität in der Kunst.

Lange Zeit war den Künstlern ganz klar vorgeschrieben, was bildwürdig war. Im Mittelalter war ein Maler ein Handwerker, der Religiöse Darstellungen nach bestimmten Richtlinien schuf. Dargestellt wurden Heilige und deren Attribute. Alltäglichkeit hielt nur in ganz geringem Maße Einzug in die Bilder, wenn zum Beispiel die Muttergottes als Maria Lactans ihr Kind stillt. Selbst solche im Grunde sehr menschlichen Darstellungen hatten jedoch eher stilisiert und hatten wenig mit dem realen Vorgang des Stillens zu tun.

Erst mit der Renaissance lösten sich die Künstler von den strengen Vorgaben und fingen an, sich auch mit vorher als bildunwürdig empfundenen Gegenständen und Bildinhalten auseinanderzusetzen. Eines der berühmtesten Beispiele wird wohl Albrecht Dürers Feldhase von 1502 sein.

In der aktuellen Kunst entfällt die Unterscheidung in bildwürdig und -unwürdig, eine der großen Errungenschaften der Moderne. Die zeitgenössischen Künstler der SØR Rusche Collection bedienen sich des alltäglichen Gegenstandes oder realistischer Szenen in mannigfaltiger Art.

Catherine Hughes kann dabei wohl als Meistern der Ästhetik des Banalen gesehen werden. Ihre Werke bestechen auf den ersten Blick durch Komposition und Farbwahl. Neugierig geworden, erkennt der Betrachter auf den zweiten Blick, dass die ansprechenden Werke eigentlich eher wenig ansprechende Motive zeigen. Zigarettenkippen, Kaugummiflecken oder Bautrümmer, wie in dem Werk „Site“ von 2008, sind hier auf poetische, anrührende Weise in Szene gesetzt.


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Dr. Dr. Thomas Rusche spricht über die ONLINE ONLY Auktion "Realities".