Markus Lüpertz

1941 Liberec/Böhmen

300. Auktion

Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst 31.05.2011, Los 145.

Ergebnis: € 62.500

Schätzpreis:€ 40.000

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Markus Lüpertz: Dachpfanne aus unserer Rubrik: Zeitgenössische Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle

Markus Lüpertz: Dachpfanne aus unserer Rubrik: Zeitgenössische Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle

1967. Beidseitig Leimfarbe über Kohle auf Nessel. 146 x 146cm. Rahmen.
Ausstellung:
Markus Lüpertz, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien, 1994

Literatur:
Ausst.-Kat. Markus Lüpertz, Museum für moderne Kunst Stiftung Ludwig (Hrsg.), Wien 1994, Farbabb. S. 121

Nachdem Markus Lüpertz zu Beginn der 1960er Jahre die "Dithyramben" in seine Bildsprache eingeführt hat, malt er in der Zeit danach einfache, alltägliche Dinge. Ihnen gemein ist die Gewichtung von Plastizität und Simplizität in der Deutung. Siegfried Gohr sieht in der Beschäftigung des Künstlers mit diesen Dingen etwas Archaisches; eine Theorie nach der die Dachpfanne dem Haus, dem Wohnen und so dem Schutz dienen könnte. Auf keinen Fall lässt sich die plastische Kraft des so simpel Dargestellten leugnen. "Indem Lüpertz die schon beschriebenen einfachen, jedoch monumentalen Gegenstände wählte, verweigerte er dem Bild jedes erzählerische Moment, aber auch die reine Abstraktion" (Siegfried Gohr in: Ausst.-Kat. Wien 1994). Lüpertz grenzt sich damit also ebenso stark von vorangegangener Abstraktion (von Zero bis Tachismus) ab, wie von der glatten oder oftmals ironischen Pop Art die gleichzeitig aufkommt. 1967, ein Jahr vor dem monumentalen "Westwall", malt Markus Lüpertz eine Serie von Dachpfannen-Bildern. Die darin enthaltene Abkehr von den damals vorherrschenden Stilen der Kunst, lassen laut Gohr den Wunsch nach einer nachhaltiger begründeten Maltradition sichtbar werden

Weitere Werke des Künstlers:

Ähre Studie zu 'Legende' Schlappohr und Schnurrhaar Harlekin "Mann + Eule II"

Eintrag in der
Galerie der Rekorde

"Ähre dithyrambisch". 1971