Blick von Albano auf das Castello Savelli, die pontinische Ebene und den Monte...
Jakob Philipp Hackert: Blick von Albano auf das Castello Savelli, die pontinische Ebene und den Monte Circeo aus unserer Rubrik: Gemälde Alter Meister
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Jakob Philipp Hackert

1737 Prenzlau - 1807 Florenz

Alte Kunst am 14.11.2014, Los 518, Ergebnis: € 29.670 (inkl. Aufgeld)

Hackert, Jakob Philipp
1737 Prenzlau - 1807 Florenz

Blick von Albano auf das Castello Savelli, die pontinische Ebene und den Monte Circeo. Öl auf Kupfer. 32 x 42,5cm. im oval. Signiert und datiert unten mittig: J.P. Hackert f à Albane 1772. Rahmen.

Rückseitig:
Auf dem Rahmen altes Etikett "Gebrüder Schöninger, München".

Provenienz:
Privatsammlung Süddeutschland.

Gutachten:
Dr. Claudia Nordhoff, Rom Januar 2014.

Gutachten Dr. Claudia Nordhoff, Rom Januar 2014:
Jakob Philipp Hackert ging nach einer Ausbildung in Berlin und mehreren Reisen im Sommer 1768 nach Italien. In Rom "avancierte er schnell zum berühmtesten Landschaftsmaler nicht nur der Ewigen Stadt, sondern ganz Europas". Er bekam Aufträge von Adeligen, wurde von Papst Pius VI. empfangen und trat schließlich 1786 als Hofmaler in den Dienst König Ferdinands IV. von Neapel. "Allein die revolutionären Ereignisse und die französische Besetzung Neapels zwangen den Künstler 1799 zur Flucht. Er ließ sich in Florenz nieder, erwarb 1804 ein kleines Landgut in Careggi bei Florenz und beendete schließlich hier am 27. April 1807 sein Leben."
Das vorliegende Gemälde stammt aus seiner Anfangszeit in Italien, als er in Wanderungen die landschaftliche Umgebung Roms erkundete. "Der Standpunkt des Malers befindet sich im Südosten von Albano: Den Ort [.] im Rücken, öffnet sich dem Wanderer hier ein weiter Blick [.] über die pontinische Ebene, [.] die am Horizont vom Meer begrenzt wird. [.] Rechts im Bild erhebt sich auf einem Hügel [.] die Ruine des "Castello Savelli", ein Burgkomplex der Familie Savelli aus dem 13. Jahrhundert, zu dem Häuser und eine Kirche gehörten. [.] Der Blick schweift sodann über Wiesen und Baumreihen der Ebene, aus der im linken Mittelgrund weißer Rauch aufsteigt - vielleicht das Feuer eines Landmannes, doch könnte das Phänomen auch durch Sumpfgase bedingt sein. Am Horizont erkennt man links einen ins Meer vorgelagerten Berg: Dies ist das Vorgebirge des Monte Circeo [.]. Im Vordergrund unseres Bildes schließlich wandern ein Landmann und seine Frau, ins Gespräch vertieft, ohne den Betrachter zu beachten [.]."
Das Gemälde gibt ein realistisches Landschaftsporträt dar, was zusammen mit dem kleinen Format und dem Medium der Kupferplatte (die leicht zu transportieren war) darauf hinweist, dass das Werk vor Ort unter freiem Himmel entstanden ist. Diese Tatsache und die malerische Qualität, mit der Hackert trotz des kleinen Formats die landschaftliche Stimmung meisterhaft eingefangen hat, lassen das Gemälde zu einer wichtigen Bereicherung in Hackerts Ouvre werden

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Auktion 342. Alte Kunst,
14.11.2014, Los 518,
Taxe: € 23.000
Ergebnis: € 29.670 (inkl. Aufgeld)

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