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Rudolf Bauer: Auktion 300, Los 336 aus unserer Rubrik: Mod. Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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Rudolf Bauer

1889 Lindenwald - 1953 Deal/New Jersey

Moderne und Zeitgenössische Kunst am 31.05.2011, Los 336, Ergebnis: € 252.875 (inkl. Aufgeld)

Bauer, Rudolf
1889 Lindenwald - 1953 Deal/New Jersey

Yellow Circle. 1915. Öl auf Leinwand. 55 x 45cm. Signiert unten rechts: Rudolf Bauer. Auf dem Keilrahmen mit Stempel: Das Geistreich. R. Bauer. An der Heerstrasse 70. Charlottenburg-Westend. Sowie verso Ausstellungsetikett des Salomon R. Guggenheim Museum, New York.. Rahmen.
Provenienz:
Das Geistreich, R. Bauer, Heerstrasse 7, Berlin-Westend (Stempel auf dem Keilrahmen)
Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Collection of Non-Objective Paintings, New York
1939, Kat.-Nr. 2
Privatsammlung, USA

Literatur:
Ausst.-Kat.: Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Collection of Non-Objective Paintings,
New York 1939, Kat.-Nr. 2, Abb. S. 73

Das Schaffen des Malers, Schriftstellers, Philosophen und Musikers Rudolf Bauer ist
geprägt von größter Produktivität. So umfasst z.B. sein malerisches Oeuvre: satirische
Zeichnungen; lebendige Porträts; expressive Darstellungen weiblicher Akte; kleine aber
kraftvolle "Gefängnis"-Zeichnungen; kubistische, futuristische sowie abstrakte
Druckgraphiken und Aquarelle; und schließlich eine große Anzahl von "non-objektiven"
Gemälden.

Seinen Werdegang als Maler beginnt Bauer mit dem Studium an der Akademie der Künste in
Berlin von 1905 bis 1910. Um sein Leben wie auch seine Kunst bestreiten zu können,
arbeitet er die folgenden fünf Jahre als Illustrator und Karikaturist für verschiedene
Zeitung. Sein Interesse gilt jedoch nicht der illusionistischen oder realistischen
Wiedergabe der Umwelt. Wie viele Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist ihm Inhalt
und Idee wichtiger als die Form des Abgebildeten. Hierfür sucht er nach einem neuen,
adäquaten Vokabular.
Unterstützung bei seiner malerischen Entfaltung erhält Bauer ab 1912 im avantgardistischen
Künstlerkreis um Herwald Walden, zu dem Gleichgesinnte wie etwa Kandinsky, Marc, Klee oder
Léger zählen. Förderung bekommt Bauer auch durch den "Sturm"-Verleger und -Galeristen
selbst. Dieser ermöglicht ihm u.a., 1915 seine Werke in einer Gruppenausstellung erstmals
zu präsentieren.

In diesem Jahr entsteht das Gemälde "Yellow circle". Die impulsive, von Kompositionsregeln
befreite expressive Formulierung zeigt, wie stark Bauer der Abstraktion verhaftet ist:
Alleinige Bedeutungsträger sind Linie, Fläche, Form und Farbe. Mit ihnen schafft er eine
irreale Welt, in der Schwerkraft, Zeit und Raum aufgehoben sind. Es scheinen traumhafte
Erinnerungen an unbewusste Zustände zu sein, die er hier eindrucksvoll auf der Leinwand
bannt.
Mit diesem Geben eines Extraktes folgt Bauer seinen hochgeschätzten Künstlerkollegen
Wassily Kandinsky (erst 1930 sollten sich beide persönlich kennenlernen) auf dem Weg der
Abstraktion und Vergeistigung in der Kunst. Dabei bleibt Bauer aber stets seinem eigenen
Stil treu.

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Auktion 300. Moderne und Zeitgenössische Kunst,
31.05.2011, Los 336,
Taxe: € 120.000
Ergebnis: € 252.875 (inkl. Aufgeld)

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