Tierfiguren

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Im 18. Jahrhundert waren Tierfiguren aus Porzellan ein beliebtes Dekorationsobjekt in Raumausstattungen und auf der Festtafel. Insbesondere die Manufaktur in Meissen produzierte eine Vielzahl an mit großer Liebe zum Detail gefertigten und oft lebensecht gestalteten Figuren.

Den europaweiten Ruhm, den Dresden als Zentrum höfischer Prachtentfaltung im 18. Jahrhundert genoss, verdankte die Stadt Kurfürst Friedrich August I. (1670-1733). »August der Starke« hegte eine ausgeprägte Sammelleidenschaft und war nicht nur Mäzen und Liebhaber der Künste, sondern ebenso ein begeisterter Förderer der Wissenschaft. Sein Naturalienkabinett galt als die bedeutendste Sammlung ihrer Art in Europa und beinhaltete eine große Anzahl an exotischen Tieren. Dem Meissner Modelleur Johann Joachim Kaendler stand diese umfangreiche Sammlung an teilweise lebendigen Exponaten für seine Modellstudien zur Verfügung. Wie kaum ein anderer Porzellankünstler des 18. Jahrhunderts machte sich Kaendler um den Entwurf außergewöhnlicher Tierplastiken verdient. Sein besonderes Talent lag darin, einen charakteristischen Moment in der Bewegung des Tieres einzufangen und diesen naturalistisch wiederzugeben, was den Plastiken eine außerordentliche Lebendigkeit verleiht.

Ein aufregendes Revival erlebte die Tierplastik in Porzellan im Jugendstil. Neben Meissen präsentierten auch andere wichtige Europäische Manufakturen wie die KPM Berlin oder Royal Copenhagen zahlreiche Modelle von Tieren, die auf dem Markt reißenden Absatz fanden.

Heutzutage werden Tierfiguren aus dem 18. Jahrhundert und dem Jugendstil als wertvolle Sammlerstücke angesehen und sind in Museen und privaten Kunstsammlungen zu finden, wo sie dem Betrachter die Schönheit und Kunstfertigkeit vergangener Epochen vor Augen führen.

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