Sammlung Emma Budge

VAN HAM Restitutionen

Durch den erfahrenen Umgang mit dem Thema Restitutionen konnte Van Ham noch kurzfristig im Vorfeld der Auktion "Alte Kunst" am 16. Mai 2014 die Besitzverhältnisse eines Gemäldes Benjamin Vautiers aus der ehemaligen Sammlung Emma Budges klären.

Als die Nachricht des Art Loss Registers aus London bei Van Ham eintraf, waren es nur noch wenige Tage bis zur Versteigerung: Das Gemälde "Spaziergang im Walde" des Malers Benjamin Vautier stammt ursprünglich aus dem Besitz der Deutsch-Amerikanerin Emma Budge, deren Kunstsammlung einer der bekanntesten und weitreichendsten Fälle von Kulturgutverlusten in Deutschland ist. Als Teil der Kunstsammlung Conrad Fishers gelangte es 1907 als Schenkung in dieses Museum. Seit dem Zweiten Weltkrieg, nach einem Einbruch in ein Depot, galt das Kunstwerk als verschollen.

Emma Budge, geb. Lazarus, kam 1852 als Tochter des Kaufmanns Ludwig Lazarus in Hamburg zur Welt. Nach der Auswanderung in die USA mit ihrem Ehemann Henry Budge kehrte das vermögende Paar 1903 nach Hamburg zurück. Das sogenannte Budge-Palais an der Alster wurde zum Zentrum des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens, in dem Emma Budge eine bedeutende Kunstsammlung zusammentrug. Diese bestand vor allem aus kunsthandwerklichen Objekten, sowie Gemälden und Skulpturen. 1937, kurz nach dem Tod Emma Budges, wurde ihre Sammlung von den Nazis im Berliner Auktionshaus Paul Graupe versteigert - es handelte sich um die größte Privatsammlung, die während des Nazi-Regimes versteigert wurde.

Nach der Mitteilung vermittelte Markus Eisenbeis, Inhaber von Van Ham, schnell und unkompliziert zwischen den Einlieferern und der Erbengemeinschaft Emma Budges, die sich daraufhin bezüglich eventuell bestehender Restitutionsansprüche einigten. Seitens der Erbengemeinschaft werden keinerlei Ansprüche hinsichtlich des Werkes geltend gemacht. So konnte das Gemälde wie geplant in der Auktion aufgerufen werden und erzielte ein Ergebnis von rund 20.000 Euro.

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