Alphonse Marie Mucha

1860 Eibenschütz/Mähren - 1939 Prag

Biografie Alphonse Marie Mucha

Tschechischer Maler, Grafiker, Plakatkünstler, Entwerfer, bedeutender Vertreter des Jugendstils. Studium: ab 1879 Schule für Bühnendekoration, Wien; 1884-87 Malerei Akademie der Bildenden Künste, München; ab 1888 Académie Julian, Paris. Hier als Buchillustrator und Grafiker tätig. Mucha wird 1894 bekannt, als er das Plakat für das Theaterstück Gismonda für die Schauspielerin Sarah Bernhardt entwirft. In der Folge gestaltet er Kostüme, Bühnenbilder und weitere Plakate für Sarah Bernhardt (Lorenzaccio, 1896; La Samaritaine, 1897).

Mucha dekoriert den Pavillon für Bosnien-Herzegowina auf der Weltausstellung in Paris 1900, wo er auch Schmuck, Flakons und einen Teppich nach eigenen Desings ausstellt. 1901 Ritter der französischen Ehrenlegion. 1904-09 mehrfach in den USA (Lehraufträge in New York, Chicago, Philadelphia); ab 1910 in Prag. Zwischen 1908 und 1928 entsteht mit dem Slawischen Epos ein 20 monumentale Gemälde umfassender Zyklus zur Geschichte der slawischen Völker (heute im Schloss Moravský Krumlov). Außerdem Gestaltung der ersten tschechoslovakischen Briefmarken, Banknoten und Orden.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Alphonse Marie Mucha:

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