Freiherr Heinrich Ludwig von Gleichen-Russwurm

1836 Greifenstein - 1901 Weimar

Informationen zu Ludwig von Gleichen-Rußwurm


Geburtsdatum/-ort – 25. Oktober 1836 auf Schloss Greifenstein in Bonnland, Unterfranken
Todestag/-ort – 9. Juli 1901 Weimar

Biografie Ludwig von Gleichen Rußwurm


Die Einführung des Impressionismus in die Deutsche Malerei – mit diesem Satz lässt sich das künstlerische Lebenswerk von Freiherr Heinrich Ludwig von Gleichen-Rußwurm zusammenfassen.

Der 1836 in Unterfranken geborene Künstler war der Enkel Friedrich Schillers und das Patenkind des Bayernkönigs Ludwig I.

Seine künstlerische Begabung zeigte sich bereits in seiner frühen Jugend. Von Gleichen-Rußwurm besuchte ein Gymnasium in Würzburg und absolvierte eine landwirtschaftliche Ausbildung, um seiner Rolle als Gutsherr nachkommen zu können. Ab 1869 widmet er sich jedoch in Gänze seinem malerischen Talent. Er bezieht eine Wohnung mit Atelier in Weimar und beginnt ein Studium der Landschaftsmalerei an der von Stanislaus von Kalckreuth geleiteten Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule. Zu seinen Lehrern dort gehören die Künstler Max Schmidt und Theodor Hagen. Den größten Einfluss auf seine Kunst bewirkt ein Aufenthalt in Frankreich im Jahr 1876. Hier lernt er die Schule von Barbizon kennen und findet in ihr seine eigenen Ideen und Vorstellungen wieder. Ihm gefallen die naturverbundene Atmosphäre und das skizzenhafte Einfangen des Augenblicks und des Lichts. Die unter freiem Himmel gemalten Werke fernab des klassisch-idealistischen Stils nehmen den Künstler gefangen und lassen ihn bis ans Ende seiner künstlerischen Karriere nicht mehr los. Die neu gewonnenen Eindrücke und Impulse bringt von Gleichen-Rußwurm mit zurück in die Heimat, wo er fortan Werke malt, die einen der wichtigsten Schritte in Richtung des deutschen Impressionismus markieren. Seine Motive nimmt der Freiherr nicht aus der Ferne. Er wählt die ihm bekannten Landschafften aus der Heimat, aus Weimar oder von seinen Reisen an die Nordsee. Sein Pinselstrich ist grob und pastos. Details kommen durch die großen farbigen Massen zur Geltung und nehmen den Betrachter in ihren Bann. Insbesondere seine späten Werke zeichnen sich durch leuchtende Farben und die Ausstrahlung einer inneren Stärke aus. Am 9. Juli 1901 verstirbt von Gleichen-Rußwurm in Weimar.

Ludwig von Gleichen-Rußwurm ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:



- Galerie neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
- Kupferstichkabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
- Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar
- Museum im Kulturspeicher, Würzburg
- British Museum, London (UK)

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Freiherr Heinrich Ludwig von Gleichen-Russwurm:

1
Kontakt
Schließen

Wir sind für Sie da

Rufen Sie uns unter +49 (221) 92 58 62-0 an oder schreiben Sie uns. Wir werden Ihr Anliegen zeitnah bearbeiten und melden uns so bald wie möglich bei Ihnen. Bei einem gewünschten Rückruf geben Sie bitte ein Zeitfenster innerhalb unserer Geschäftszeiten (Mo–Fr 10 bis 17 Uhr) an.

Zur Kontaktseite

* Pflichtfelder: Diese Felder benötigen wir, um Ihr Anliegen korrekt umzusetzen