Georges Rouault

1871 Paris - 1958 Paris

Französischer Maler, Grafiker, Entwurfszeichner für Glasmalereien und Keramiken, bedeutender Vertreter der Ecole de Paris. Lehre als Glasmaler, restaurierte mittelalterliche Glasfenster. 1890 Studium an der Ecole des Beaux-Arts bei Elie Delaunay und bis 1895 bei Gustave Moreau. Die ersten Arbeiten, meist zu religiösen Themen, folgten im Sinne des Symbolismus Einflüssen der Helldunkelmalerei Rembrandts (Der zwölfjährige Jesus unter den Schriftgelehrten, 1894), danach wandte sich Rouault, beeindruckt von Honoré Daumier und Henri de Toulouse-Lautrec, der sozial orientierten Malerei zu. Mit Henri Matisse u.

a. Künstlern 1903 Gründungsmitglied des Salon d'Automne. Er stand den Fauves des Herbstsalons von 1905 künstlerisch nahe. Bis etwa 1914 dominierten Gemälde mit sozialen Sujets, daneben entstanden u.a. auch Entwurfszeichnungen für zahlreiche Keramiken und große Landschaften (um 1912). Ab 1917 v.a. Druckgrafik für Illustrationsaufträge. Ende der 1920er Jahre ging Rouault wieder zur Malerei über, dabei bevorzugt Darstellungen von Clowns, Frauen und sakralen Themen sowie kleinformatige Bildnisse.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Georges Rouault:

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