Gino Severini

1883 Cortona - 1966 Paris

Biografie Gino Severini

Italienischer Maler, Vertreter des Futurismus. 1899 mit der Mutter Übersiedlung nach Rom, besucht Kunstkurse. Lernt Umberto Boccioni und Giacomo Balla kennen, entdeckt den Divisionismus, der sein Frühwerk bis 1911 prägt. Geht 1906 nach Paris, lässt sich am Montmartre nieder, wo er seine intellektuelle Heimat findet. Freundschaft mit Amadeo Modigliani und anderen Avantgardisten. 1910 unterzeichnet Severini zusammen mit u.a. Balla, Boccioni das Futuristische Manifest und das Technische Manifest der futuristischen Malerei.

Als erster der Futuristen erschließt er sich, von Picasso beeinflusst, die kubistische Malerei. Weniger an der Darstellung von Maschinen interessiert; oft wählt er das Motiv der Tänzerin, um Dynamik auszudrücken. Nach dem 1. Weltkrieg wendet er sich vom Futurismus ab; seine Kunst nimmt einen neoklassizistischen Stil an. Ab 1920 pendelt Severini zwischen Paris und Rom. Publikation 1921 Du cubisme au classicisme; es folgen weitere kunsttheoretische Schriften, ferner eine Autobiografie (1946). Ab 1950 erneut Hinwendung zum Kubismus.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Gino Severini:

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