Julius Uschner - Hagar und Ismael, 70248-9, Van Ham Kunstauktionen
Julius Uschner: Hagar und Ismael aus unserer Rubrik: Gemälde Neuerer Meister
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Julius Uschner

1805 Lübben - 1885 Dresden

Fine Art Ergebnis: € 10.965

USCHNER, JULIUS
1805 Lübben - 1885 Dresden


Titel: Hagar und Ismael.
Technik: Öl auf Leinwand.
Montierung: Doubliert.
Maße: 91 x 74,5cm.
Restsignatur unten links.
Rahmen/Sockel: Rahmen.

Provenienz:
Privatbesitz, Deutschland.


Im vorliegenden Gemälde stellt der Maler Julius Uschner eine bekannte Stelle aus dem Alten Testament der Bibel dar: die Geschichte von Hagar und Ismael.
Erzählt wird hier die spannende und dramatische Dreierbeziehung zwischen Abraham, seiner Frau Sara und der Nebenfrau Hagar. Das kinderlose Ehepaar Abraham und Sara machte sich große Sorge um die Vergabe ihres Erbes. Diese Situation war besonders für Sara eine große Schmach, denn im Orient hing das Ansehen einer Frau von der Anzahl ihrer Kinder ab. So veranlasste Sie, dass Abraham ihre ägyptische Magd Hagar zur Frau nahm, um mit ihr Kinder zu gebären.
In der Schwangerschaft achtete Hagar ihre Herrin Sara nur noch gering, die verärgerte Sara demütigte Hagar daraufhin so sehr, dass diese in die Wüste floh.
Alleine und hilflos in der Wüste begegnete Hagar einem Engel Gottes, welcher ihr Mut zuredete und sie wieder zurück zu Abraham und Sara begleitete. Dort gebar sie einen Sohn mit dem Namen Ismael. Nach einem friedlichen Zusammenleben geschah nach dreizehn Jahren die dramatische Wendung. Gott versprach Abraham, seiner Frau Sara Kinder zu schenken und so vertrieben sie Hagar und ihren Sohn Ismael erneut in die Wüste. Nach einem langen Irrweg durch die trockene Wüste ging Ihnen das Wasser aus und es war ihnen kaum noch möglich weiter zu wandern. Hagar musste ihren Sohn ablegen, konnte sich das Elend ihres leidenden Sohnes jedoch nicht ansehen und ging alleine fort. Da begegnete ihr erneut ein Engel Gottes und ermutigte sie dazu, zu Ismael zurück zu kehren und ihn zu retten. Der Engel bekräftigte seine Verheißung eines großen Volkes und zeigte Hagar einen Brunnen, der die Not linderte. Fortan wuchs Ismael unter Gottes Fürsorge heran und wurde von Hagar mit einer ägyptischen Frau verheiratet.
In Julius Uschners Gemälde ist die geschilderte Szene nach der Auffindung des Wassers dargestellt. Hagar wird als liebevolle und fürsorgliche Mutter gezeigt, die sich ihrem verdurstendem Kind widmet. Ismael sitzt auf dem Schoß seiner Mutter Hagar und trinkt dankend aus der kleinen Schale, die sie ihm reicht. Umrandet wird diese Darstellung von hohen Bergen, hinter ihnen tut sich ein tiefer Abgrund auf und erlaubt einen Blick in die weite Ferne, wo die Sonne unterzugehen scheint. Im rechten Bildrand ist ein grüner, zusammengebundener Stoffbeutel und ein Wanderstock zu sehen: die letzten Habseligkeiten von Mutter und Sohn.

Profilbild Stefan Hörter

Ansprechpartner

Stefan Hörter

Mail icon st.hoerter@van-ham.com

Phone icon +49 221 92 58 62 202


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