Junbi Fang

1898 Fujian, China - 1986

Biografie Junbi Fang

Fang Junbi oder Fan Tchunpi zählt zu den bedeutendsten und zugleich wenigen chinesischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Arbeit ist bekannt für die Kombination der Techniken und Motive des Westens mit denen der chinesischen Tradition.
Geboren in Fuzhou, einer Küstenprovinz im Südchina, war Fang das elfte Kind einer wohlhabenden Familie, die in der Jahrhundertwende intensiv in der Politik engagiert war. 1912 zog sie im Alter von vierzehn mit ihrer älteren Schwester Fang Junying, ihrer Schwägerin Zeng Xing und ihrem zukünftigen Ehemann Zeng Zhongming nach Frankreich.

Einige Jahre später studierte sie als erste chinesische Frau an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Sie war auch die erste chinesische Künstlerin, die in den Salon Société des Artistes Françaises aufgenommen wurde. 1924 waren zwei ihrer Ölgemälde ausgestellt, darunter das bekannte 'The Flute Player', das enorme Resonanz beim Publikum bzw. Fachkreis fand.
Nach ihrer Rückkehr nach China im Jahr 1925 unterrichtete sie an der Universität Guangzhou und wurde eng mit der Lingnan-Schule für traditionelle chinesische Maler verbunden. Bis zum Jahr 1949, wo sie endgültig ins Ausland (erst Paris und danach Boston) zog, arbeitete sie in Paris und China und hatte eine Reihe von Ausstellungen.
1978 wurde sie als die erste Künstlerin aus Übersee von der neuen Volksrepublik-Regierung eingeladen und stellte im Chinesischen Kunstmuseum ihre Werke aus. Die retrospektiven Ausstellungen im Fung Ping Shan Museum (Hongkong, 1978) und im Museé Cernuschi (Paris, 1984) rundeten ihre Künstlerkarriere ab.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Junbi Fang:

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