Louise Bourgeois

1911 Paris - 2010 New York

Biografie Louise Bourgeois

Die herausragende französisch-amerikanische Bildhauerin ist eine Pionierin der Installationskunst. Experimentierfreudig arbeitet sie mit unterschiedlichsten Materialien und Techniken und schafft neben Skulpturen auch Gemälde und Grafiken. Geprägt von den Traumata ihrer Kindheit setzt sie sich in ihren emotionalen und symbolischen Werken mit Themen wie Sexualität, Schmerz, Angst, Geborgenheit, Abhängigkeit, Tod und dem Unbewussten auseinander. Dabei verwendet sie oftmals das Motiv des Phallus, der Spinne und Zelle.

Vehement wehrt sie sich gegen die Etikettierung "feministische Künstlerin".
Bourgeois wendet sich nach einem kurzen Mathematikstudium der Kunst zu. Von 1933 bis 1938 absolviert sie in Paris eine umfassende Ausbildung u.a. an der École des Beaux Arts. In dieser Zeit nimmt sie an Gruppenschauen teil und führt eine eigene Galerie. 1938 zieht sie nach New York, wo sie ihr Studium an der Art Students League fortsetzt. Von den Künstlerkollegen sehr geschätzt, bleibt sie der Öffentlichkeit lange unbekannt. So bestreitet sie von 1945 bis 1980 nur wenige Einzelausstellungen in New York. Von 1974 bis 1977 lehrt sie an verschiedenen Institutionen, wie der Yale University in den USA. 1982 präsentiert das Museum of Modern Art die erste Retrospektive, gefolgt vom Frankfurter Kunstverein 1989 (Wanderausstellung durch Europa). Erstmals nimmt sie 1992 an der documenta in Kassel und 1993 an der Biennale in Venedig teil. Große Retrospektiven zeigen dann die Hamburger Deichtorhallen 1996 und die Londoner Tate Modern 2007. Bourgeois erhält viele Ehrungen, so etwa 1999 den Praemium Imperiale der Japan Art Association für ihre Lebensleistung.

Louise Bourgeois ist u. a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:
- Centre Georges Pompidou, Paris
- Tate Gallery, London
- Kunstmuseum Basel
- Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid
- Guggenheim Museum, New York, NY
- Museum of Modern Art, New York, NY
- Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D.C
- National Gallery of Australia, Canberra
- Eremitage, Sankt Petersburg
- Mori Art Museum, Tokio

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Louise Bourgeois:

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