Martin Eder

1968 Augsburg

Informationen zu Martin Eder


Geburtsdatum/-ort – 31. August 1968 Augsburg

Biografie Martin Eder


Martin Eder zählt aktuell zum Kreis der wichtigsten und vielseitigsten deutschen Künstler der figurativen Gegenwartskunst. Sein Werk, in dem die ironische Erkundung der Grenze zum naiven Kitsch allgegenwärtig scheint, wird von Kunstkritikern dabei oft mit Argwohn betrachtet. Niedliche Tiere wie Schoßhunde, Kätzchen und Häschen sowie zumeist nackte, junge Mädchen gehören zu seinen bevorzugten Sujets. Dabei entfernt er die Protagonisten seiner Werke aus der Realität und platziert sie in anderen Dimensionen.

Das trashig surreale, groteske und erotisch laszive, gar fetischhafte in seinen Bildern soll jedoch nicht Hauptbestandteil der Werke sein. So finden sich oft Details, die den Betrachter verharren lassen und zum Nachdenken anregen. Durch die süßlichen, zum Teil an Pornografie grenzenden Szenen, tarnt Eder den Verarbeitungsprozess persönlicher Aggressionen. So versucht er seine selbstzerstörerische Seite in die Werke zu lenken. Er fertigt seine Gemälde in akkurater Feinmalerei, der nicht selten Fotografien und Fotocollagen als Vorlagen dienen. Neben seinen Gemälden und Papierarbeiten widmet sich der Künstler in seinem Werk auch immer wieder der Fotografie, der Skulptur und der Performancekunst. Zudem tritt Eder unter dem Pseudonym ‚Ruin‘ als experimenteller Black-Metal Musiker auf.

Von 1986 bis 1992 studiert Eder Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Augsburg mit Diplom. Von 1993 bis 1995 geht er für ein Kunststudium an die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. 1995/1996 besucht er die Gesamthochschule Kassel und wechselt danach an die Akademie für Bildende Künste nach Dresden. Hier ist er zwischen 1999 und 2001 Meisterschüler bei Eberhard Bosslet, der dort den Lehrstuhl für Skulptur und Raumkonzepte innehat. 1999 erhält er ein Kunstförderungsstipendium der Columbia University in New York. Diesem folgen 2000 ein Stipendium der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig und 2001 ein Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, welches ihm im selben Jahr eine Teilnahme an der Art Cologne ermöglicht. Hier gelingt Eder der Durchbruch in Deutschland. Nachdem er 2004 auf der Art Basel in Miami Beach ausstellt, feiert er auch zunehmend Erfolge in den USA, wo sich seine Werke sehr gut verkaufen. Martin Eder lebt und arbeitet in Berlin.

Martin Eder ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:


- Museum of Modern Art, New York, New York (USA)
- Museum of Contemporary Art, Los Angeles, Kalifornien (USA)

Einzelausstellungen unter anderem:


- 2018/2019 Newport Street Gallery London, London
- 2009 Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister und Hauser & Wirth, London
- 2008 Kunsthalle Mannheim und Gemeentemuseum Den Haag, Niederlande



»Der von Markus Eisenbeis organisierte Abverkauf der SØR Rusche Collection gelang glänzend: Van Ham meldete einen »White Glove Sale« ohne einen einzigen Rückgang, spielte mit Werken von populären, auch von der Erbengeneration geschätzten Gegenwartskünstlern wie Norbert Bisky, Martin Eder, Leiko Ikemura, Neo Rauch, Sven Kroner und Daniel Richter mehr als 2,5 Millionen Euro ein - doppelt so viel wie erwartet.«
Wirtschafts Woche

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Martin Eder:

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