html target=”_blank”>Symbolismus in der Malerei begründet. Die Menschen in der Bretagne, ihre Urtümlichkeit und Religiosität, aber auch die raue Natur inspirieren Bernard zu seinen bedeutendsten Werken. Unabhängig von der künstlerischen Phase des Künstlers, spielt das Motiv der Badenden immer wieder eine Rolle. Vom Frühwerk bis kurz vor seinen Tod wird es immer wieder aufgegriffen. Bernard führt die anatomisch beinahe perfekten Körper durch die Kunstgeschichte der Jahrhundertwende und darüber hinaus.
Während seiner Ausbildung im Atelier des akademischen Malers Fernand Cormon gelingt es Bernard schon früh, mit seinen Bildern unter den Malerkollegen, darunter die Künstler Henri de Toulouse-Lautrec, Vincent van Gogh und später auch Paul Gauguin, Aufsehen zu erregen. Nach zahlreichen Aufenthalten in der Bretagne (mit Gauguin Begründer der später sogenannten Schule von Pont Aven) und einer pointillistischen Phase, entwickelt Émile Bernard eine eigene neue Bildsprache und malerische Handschrift. Diese ist geprägt von klaren dunklen Konturen, mit denen Bildgegenstände und Farbflächen abgegrenzt werden. Später wird sie unter dem Begriff "Cloisonnismus" in die Kunstgeschichte eingehen. Auch Vincent van Gogh und Paul Gauguin lassen sich von Bernards neuen Ideen inspirieren und es entsteht eine lange und produktive Freundschaft zwischen den Künstlern. 1891 trennen sich die Wege von Bernard und Gauguin, da dieser von der Avantgarde als alleiniger Begründer des Symbolismus gefeiert wird.
Zwischen 1893 und 1904 reist Bernard nach Florenz, Istanbul, Kairo und durch Spanien. Während einer kurzweiligen Rückkehr zwischen 1901 und 1902 nach Frankreich, stellt Bernard in der Amboise Vollard Galerie aus. Dies erweist sich als sehr Vorteilhaft für den Künstler, da Vollard einige seiner Werke ankauft. Im Anschluss reist Bernard in die Aix-en-Provence und begegnet dem bereits recht betagten Maler Paul Cézanne. Bernard bleibt vier Wochen lang zu Gast und veröffentlicht im Juli desselben Jahres einen aus ihren Unterhaltungen bestehenden Artikel. Nach seiner Abreise entsteht ein Briefwechsel bis zu Cézannes Tod. Auch diese Briefe und seine Erinnerungen veröffentlicht Bernard in Buchform. Am 16. April 1941 stirbt Émile Bernard 89-jährig in seinem Pariser Atelier.
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