Rom - Hochfeines Mikromosaik mit sitzendem Hund, 73655-1, Van Ham Kunstauktionen
Hochfeines Mikromosaik mit sitzendem Hund aus unserer Rubrik: Kunstkammer
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Rom - Hochfeines Mikromosaik mit sitzendem Hund

Decorative Art Ergebnis: € 6.450

HOCHFEINES MIKROMOSAIK MIT SITZENDEM HUND.

Rom.
Datierung: Um 1800.
Meister/Entwerfer: Giacomo Raffaelli (1753-1836) - zugeschrieben.
Technik: Polychromes Mikromosaik. In Messingfassung und Holzrahmen.
Beschreibung: In feinstem Mikromosaik, farblich wunderbar nuanciert abgestufte Darstellung eines weißen
Hundes auf kleinem Grasstück, den Blick nach rechts oben gewandt vor dunkelblauem
Hintergrund.
Maße: ø Mosaik ca. 7,5cm. Quadratischer Holzrahmen 13x13,5x2cm.


Provenienz:
Privatsammlung München.

Literatur:
Jeanette Hanisee Gabriel: The Gilbert Collection: Micromosaics, London 2000. Ein Mosaik mit gleichem Motiv siehe S.57, Nr.6.

DIE KUNST DES MIKROMOSAIKS

Den Begriff "Mikromosaik" prägte Sir Arthur Gilbert, ein Geschäftsmann und Kunstliebhaber welcher im Laufe vieler Jahre eine der bedeutendsten Sammlungen von Mikromosaiken aufbauen konnte. Die sogenannte "Rosalind and Arthur Gilbert Collection", wird heute im Victoria und Albert Museum in London verwahrt.
Die Kunst des Mikromosaiks gibt es schon seit Jahrhunderten. Die Fertigung der beiden hier angebotenen Stücke fällt in die Zeit des ausgehenden 18.Jh. bzw. beginnenden 19.Jh., als die Technik des Mikromosaiks in den Vatikanischen Werkstätten aus einem ganz profanen Grund wiederbelebt wurde. Die Auftragslage für große Mosaike war Ende des 18.Jh. eher bescheiden. So kam man auf die Idee die großen Gemälde des Petersdoms als kleine Mikromosaike anzufertigen und als Souvenirs an die Italientouristen der sog. Grand Tour zu verkaufen. Die Vatikanischen Werkstätten hatten durch den Verkauf eine nicht unerhebliche zusätzliche Einnahmequelle, so dass es schon bald weitere Werkstätten dieser Art gab. Um 1810 existierten rund 20 private Werkstätten rund um die Spanische Treppe. Die kleinen Steinchen aus Glasfluss formten nicht nur kleine Bilder als Briefbeschwerer, sie zierten auch Tabatieren, Schmuckstücke oder sogar Tischplatten. Die meisten Stücke blieben unsigniert und undatiert.
Die Darstellung eines sitzenden Hundes aus dem ausgehenden 18.Jh. existiert ebenfalls in verschiedenen Ausführungen und geht zurück auf die Entdeckung eines Gemäldes in einer Ruine im 18.Jh. Inspiriert von diesem Fund schuf Giacomo Raffaelli (1753-1836) eines seiner bekanntesten Motive. Charakteristisch ist hier die zweidimensionale Darstellung des Hundes vor einem einfachen Hintergrund. Auch unser hier angebotenes Mikromosaik kann wohl aufgrund der Qualität und Ausführung Raffaelli zugeschrieben werden.

Literatur:
Hanisee Gabriel, Jeanette: The Gilbert Collection Micromosaics, London 2000

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Profilbild Susanne Mehrgardt

Ansprechpartner

Susanne Mehrgardt

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