Thomas Schütte

1954 Oldenburg

Biografie Thomas Schütte

Mit seinem vielseitigen und experimentierfreudigen Schaffen gehört der deutsche Bildhauer und Zeichner zu den gefragtesten Künstlern der Gegenwart. Humorvoll, aber immer mit einer Ernsthaftigkeit, sucht er in seinen Architekturmodellen, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien und Installationen nach der adäquaten Form, mit der er Gefühle, Gedanken und Zustände ausdrücken kann. Dabei folgt er keiner eigens für sich festgelegten Stilrichtung.

So hält er zwar die grundsätzlichen Gesetze des Kunstschaffens ein, schöpft aber immer wieder den ermöglichten Spielraum kreativ bis zu den Grenzen aus.
Thomas Schütte studiert von 1973 bis 1981 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Fritz Schwegler und Gerhard Richter. Die Teilnahme an der Kölner "Westkunst"-Ausstellung und die Einzelschau seiner Arbeiten in der Düsseldorfer Galerie Konrad Fischer im Abschlussjahr sind der Beginn seiner erfolgreichen internationalen Karriere. Er beteiligt sich u.a. 1987, 1992 und 1997 an der documenta in Kassel, 1987 und 2007 an dem Skulpturenprojekt in Münster und 2005 an der Biennale von Venedig. In den vergangenen Jahren widmen ihm Museen wichtige Ausstellungen, so 2009 das Haus der Kunst in München, 2010 die Reina Sofia in Madrid, 2012 das Castello di Rivoli in Turin und 2019 das Monnaie de Paris. 2016 eröffnet die Thomas Schütte Stiftung die Skulpturenhalle in Neuss. Der bisher größte und ambitionierteste Bau, der nach einem Modell des Künstlers errichtet wurde, ist ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Skulpturen und dient zugleich als Lager für Schüttes eigene Werke.

Vertreten unter anderem in:
- Bundeskunstsammlung, Berlin
- K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
- Tate Modern, London
- Centre Georges Pompidou, Paris
- Museo nazionale delle arti del XXI secolo (MAXXI), Rom
- Stedelijk Museum, Amsterdam
- Kunstmuseum Winterthur
- Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid
- Walker Art Center, Minneapolis
- Museum of Modern Art, New York


Seit Anfang der 1990er Jahren beschäftigt sich Thomas Schütte mit der weiblichen Figur. Dabei gilt sein Interesse dem kunsthistorisch bekannten Motiv des ruhenden Frauenaktes, das als allgemeingültiges Gleichnis für Lebensschönheit und Daseinsfülle steht.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Thomas Schütte:

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