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Zwei Besteckgriffe mit Gabelmontierung aus dem Schwanenservice aus unserer Rubrik: Porzellan
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Meissen

Europäisches Kunstgewerbe am 13.11.2015, Los 1031, Ergebnis: € 10.965 (inkl. Aufgeld)

ZWEI BESTECKGRIFFE MIT GABELMONTIERUNG AUS DEM SCHWANENSERVICE.
Meissen. Ausformung um 1739. Modell Johann Joachim Kaendler, 1738.

Porzellan, farbig und sparsam gold dekoriert. Gabelzinken Stahl. Jeweils Kolbenform mit stark verkleinertem, beidseitigem Schwanenrelief. Ebenfalls
gegenständig das Allianzwappen Brühl-Kolowrat-Krakowský mit flankierenden Löwen auf den
unteren, breiten Enden. Entlang des oberen Randes Reste des charakteristischen
Dreiblattfrieses sowie einige kleine indianische Blüten. Länge gesamt je 19 cm, Länge der Porzellangriffe je 7cm.
Unbezeichnet. Zustand B.

Provenienz:
Privatsammlung Westfalen.

Literatur:
Ausst.-Kat.: Schwanenservice - Meissener Porzellan für Heinrich Graf von Brühl, Hrsg.: Ulrich Pietsch, Dresden 2000.
Zu dem Modell der vorliegenden Besteckgriffe vergleiche S.181, Kat.-Nr.63.

Heinrich Graf von Brühl, welcher seit März 1733 die Leitung der Meissener Porzellan-Manufaktur inne hatte und im Jahre 1737 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde, war hinlänglich bekannt für seine prunkvollen Feste. Um in seiner Funktion als Königlich polnischer und Kurfürstlich sächsischer Geheimer Kabinetts-Minister große Bankette mit adäquater Ausstattung ausrichten zu können, sollte die Meissener Manufaktur ein prunkvolles Service mit großen Tafelaufsätzen, Terrinen und Leuchtern schaffen.
Die ersten Probeteller mit verschiedenen Dekorvarianten entstanden zwischen 1736 und 1737. In der zweiten Jahreshälfte 1737 fiel dann die Entscheidung Brühls für das Schwanenservice, welches dann bis 1742 in der Manufaktur nach Entwürfen von Kaendler, Eberlein und Ehder gefertigt wurde.
"Mit dem im Auftrag von Heinrich Graf von Brühl geschaffenen Schwanenservice erreichte die um 1730 begonnene Entwicklungsgeschichte des Tafelgeschirrs aus Porzellan bereits ihren künstlerischen Höhepunkt. Niemals zuvor war ein Service in diesem Umfang und mit einem solchen verschwenderischen Reichtum an plastischer Gestaltung geschaffen worden, (...)". (aus: Ausst.-Kat. Schwanenservice, 2000, S.24).

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Taxe 362. Europäisches Kunstgewerbe,
13.11.2015, Los 1031,
Taxe: € 5.000
Ergebnis: € 10.965

Schlagwörter

Meissen Deutschland Besteck

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