Henri Laurens

1885 Paris - 1954 Paris

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Biografie Henri Laurens

Französischer Bildhauer, Grafiker. Ausbildung als Steinmetz und Dekorateur, als Künstler Autodidakt. Stand in seinen ersten Arbeiten Auguste Rodin nahe. 1913 Salon des Indépendants, dann an Ausstellungen der Section d'or u.a. beteiligt. Durch freundschaftliche Verbindung mit Georges Braque, Pablo Picasso, Fernand Léger, Juan Gris und dem Dichterkreis um Apollinaire arbeitete Laurens bis etwa 1927 im Sinne der Kubisten, schuf polychrome Reliefs, Collagen und Konstruktionen aus verschiedenen Materialien (Stein, Bronze, Blech, Holz, Papier). Nach Abkehr vom strengen kubistischen Stil gestaltete Laurens rhythmisch strukturierte, organisch-figürliche Plastiken in Annäherung an die Naturform. Im Mittelpunkt seines Schaffens standen weibliche Aktfiguren, z.T. mit deformierten Körperformen (Le matin, 1944, Bronze, Kunsthalle Bielefeld). Sein plastisches Werk zeichnet sich durch monumentale Geschlossenheit, Dynamik und Poesie aus. Er suchte stets nach einer Synthese zwischen Kubismus und klassischem Form- und Schönheitsideal. Laurens schuf auch Collagen, Buchillustrationen, Holzschnitte und Gouachen.

Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Henri Laurens:

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