Willi Sitte

1921 Kratzau/Tschechoslowakei - 2013 Halle

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Biografie Willi Sitte

Deutscher Maler, Grafiker des Sozialistischen Realismus. 1974-88 Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR, seit 1976 Abgeordneter der Volkskammer. Ausbildung in der Meisterschule für Monumentalmalerei in Kronenburg, bis 1944 Teilnahme am 2. Weltkrieg, Desertion und Anschluss an eine italienische Partisaneneinheit. Etabliert sich anschließend in Halle (Saale) als Maler und Zeichner, 1951-86 Lehrer an der Burg Giebichenstein. Sein Werk ist durch expressive Figürlichkeit, bevorzugte Darstellung von Bewegung (in Anlehnung an das Simultanbild der Futuristen) und der Auseinandersetzung mit Themen wie Krieg, Faschismus, Freiheitskampf bestimmt; daneben erotische Sujets. Zu den Hauptwerken zählen die Werkkomplexe Lidice und Massaker (1955-60), die Gemälde Arbeitertriptychon (1960) und Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und Freiheit (1973/74). Internationale Anerkennung fand Sitte u.a. mit der Teilnahme an der documenta 1977. Werke in der Sitte-Galerie Merseburg.

Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Willi Sitte:

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