1882 St. Louis, MO/USA - 1961 Lawrence, KS/USA
Modern | Post War | Contemporary | Galerie Thomas | The Jagdfeld Collection
am
03.12.2025,
Los
122
Taxe: € 40.000
Ergebnis: €
99.000
(inkl. Aufgeld)
BLOCH, ALBERT
1882 St. Louis, MO/USA - 1961 Lawrence, KS/USA
Titel: Gebirgstunnel.
Datierung: 1916.
Technik: Öl auf Leinwand.
Maße: 89 x 59,5cm.
Bezeichnung: Monogrammiert und datiert unten rechts: AB (ligiert) 1916.
Rahmen/Sockel: Modellrahmen.
Provenienz:
- Gordon M. McCouch (1920 direkt vom Künstler; Aufkleber)
- Privatsammlung Lausanne (1983)
- Sammlung Gertrude Blendinger (1998)
- Privatsammlung Schweiz
- Christie's London, 7244. Auktion, 21.6.2006, Lot 335 (Aufkleber)
- Kunsthaus Lempertz, 905. Auktion, 2.6.2007, Lot 529 (Aufkleber)
- Villa Grisebach Berlin, 281. Auktion, 30.11.2017, Lot 20 (Aufkleber)
- Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
Ausstellungen:
- Galerie Der Sturm, Berlin 1917
- Galerie Ludwig Schames, Frankfurt 1917
- Kunsthaus Das Reich, München 1918
- Daniel Gallery, New York 1921
- Museo Cantonale d'Arte Moderna, Lugano 1987
- Museo Communale d'Arte Moderna, Ascona 1992-1996; Leihgabe aus Privatbesitz (Aufkleber)
- Frey-Näpflin-Stiftung, Stans 2006 (Aufkleber)
Literatur:
- Hoberg, Annegret/Adams, Henry (Hrsg.): Albert Bloch - Ein amerikanischer Blauer Reiter, München 1997, S. 176
- Ausst.-Kat. Albert Bloch, Harald Kaufmann, Galerie Der Sturm, Berlin 1917, Kat.
-Nr. 15
- Ausst.-Kat. Albert Bloch, München: Eine Auswahl der Bilder aus den letzten fünf Jahren 1913-1918, Kunsthaus Das Reich, München 1918, Kat.-Nr. 8 ("Gebirgstunnel")
- Ausst.-Kat. Exhibition of Paintings by Albert Bloch, Daniel Gallery, New York 1921, Kat.-Nr. 11
- Ausst.-Kat. Il Ticino nella pittura europea, Museo Cantonale d'Arte Moderna, Lugano 1987, S. 120, Abb.
- Ausst.-Kat. So weit das Auge reicht - Landschaftsbilder aus vier Jahrhunderten, Frey-Näpflin-Stiftung, Stans 2005, S. 19, Abb.
- Bloch nimmt als "amerikanische Stimme" an der 1. und 2. Ausstellung des "Blauen Reiter" (1911 und 1912) teil
- Er war eng verbunden mit Herwarth Walden und seiner Galerie "Sturm", die ihn mehrfach ausstellt
- "Gebirgstunnel" hat eine beeindruckende Ausstellungshistorie
1882 kommt Albert Bloch als Sohn jüdischer Auswanderer in St. Louis in den USA zur Welt. Um sein Studium der Malerei zu vertiefen, siedelt er 1909 mit seiner Familie nach München um, wo er seine Fähigkeiten abseits der Münchener Akademie als Autodidakt weiterentwickelt. In München versucht er mit der "Neuen Künstlervereinigung München" (NKVM) in Kontakt zu kommen, von der sich 1912 die Gruppe "Der blaue Reiter" abspalten sollte. Albert Bloch fühlt sich in seinen malerischen Bestrebungen den Positionen der NKVM sehr verbunden und kommt schließlich auch mit Wassily Kandinsky und anderen Künstlern in Kontakt, die ihm die Teilnahme an der "1. Ausstellung der Redaktion Der Blaue Reiter" in der Galerie Thannhauser in München ermöglichen. In den Jahren danach folgen zahlreiche Ausstellungen in Europa und den USA.
In dem Jahr, in dem die Arbeit "Gebirgstunnel" entsteht, erhält Albert Bloch weitere Möglichkeiten, an Ausstellungen teilzunehmen. Vor allem sein enger Kontakt zu Herwarth Walden, dem Inhaber der "Sturm"-Galerie führen zu Ausstellungen, die ihm zu größerer Bekanntheit verhelfen. Blochs Werke werden unter anderem in einer Doppelausstellung mit Paul Klee gezeigt (1916). Auf dem Gemälde "Gebirgstunnel" ist eine Gebirgslandschaft zu sehen, die durch Bäume und Häuser ergänzt ist und durch die sich Eisenbahnschienen schlängeln. Im Mittelpunkt des Bildes steht die Einfahrt in einen Eisenbahntunnel, die dem Bild auch ihren Namen verleiht. Albert Bloch greift auch in dieser Arbeit auf seine charakteristische Malweise zurück, in der er deutliche Konturen mit sanfter Flächigkeit kombiniert. Sein Werk zeigt deutlich die Anknüpfungspunkte an die anderen künstlerischen Positionen des "Blauen Reiters" und wie Albert Bloch diese Ansätze in seinem eigenen Schaffen rezipiert..
Johann Herkenhöner
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