Eugen Bracht

1842 Morges - 1921 Darmstadt

h2>Informationen zu Eugen Bracht
Geburtsdatum/-ort – 3. Juni 1842 Morges, Schweiz
Todestag/-ort – 15. November 1921 Darmstadt

Biografie Eugen Bracht



Der Landschaftsmaler Eugen Bracht wird 1842 in Morges in der Schweiz geboren und wächst ab seinem achten Lebensjahr in Darmstadt auf. Sein künstlerisches Talent wird früh erkannt und so erhält er schon in seiner Kindheit ersten Mal- und Zeichenunterricht. Nachdem er den Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer kennenlernt, bewegt dieser ihn dazu ein Studium an der Karlsruher Kunstschule aufzunehmen.

1861 geht Bracht dann nach Düsseldorf, wo er als freischaffender Künstler im Atelier des norwegischen Landschaftsmalers Hans Fredrik Gude arbeitet und dem Künstlerverein Malkasten beitritt.
Nachdem der erhoffte Erfolg zunächst ausbleibt versucht sich Bracht als Wollhändler und macht, nach einer Ausbildungszeit im belgischen Verviers, 1870 einen kleinen Handel in Berlin auf. Doch auch dieser Karriereversuch scheitert, so dass er 1876 nach Karlsruhe zurückkehrt. Hier kann er schließlich als Maler erste Erfolge verbuchen.
Die Heide als Landschaft und Sujet erfreut sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit und bringt Eugen Bracht den Durchbruch. Er malt die karg bewachsenen Landschaften der Lüneburger Heide und der Ostseeküste. Dabei kombinierte er topografische Landschaftsausschnitte mit Charakterfiguren, die er vor allem als Stimmungsträger einsetzt. In späteren Arbeiten Eugen Brachts ebben die romantisch-erzählerischen Darstellungen zunehmend ab. Stattdessen liegt der Fokus verstärkt auf luministischen und atmosphärischen Aspekten. Gelichzeitig lockert die Farbfläche deutlich auf und entspricht so mehr einem impressionistischen Stil.
Anfang der 1880er Jahre bereist Adolf Bracht Syrien, Palästina und Ägypten und verarbeitet die dort gewonnenen Eindrücke anschließend in einem Werkzyklus, der beim Publikum Begeisterung auslöst. Zu den Käufern dieser Werkreihe gehören u.a. die Nationalgalerie und Kailser Wilhelm I. Der zunehmende Erfolg beschert Bracht 1882 einen Ruf als Dozent an die Preußische Akademie der Künste in Berlin, wo er in Jahr darauf zum Professor für Landschaftsmalerei ernannt wird. Bracht steht in den Folgejahren zunehmend zwischen den eher der Tradition verpflichteten Vertretern der Malerei, wie dem Berliner Direktor Anton von Werner und andererseits den Sezessionskünstlern, die sich am französischen Impressionismus orientieren. 1902 eskaliert dieser Konflikt, als Werner eine Ausstellung des norwegischen Avantgardisten Edvard Munchs, im Verein Berliner Künstler, vorzeitig schließen lässt. Bracht gehört zu den Künstlern die sich öffentlich gegen diesen Schritt äußern. Zu dieser Zeit lassen sich in Brachts Werk bereits deutliche impressionistische Züge erkennen, die die Oberhand gewinnen nachdem der Maler 1902 einem Ruf an die Königliche Akademie der bildenden Künste in Dresden folgt. Die Hinwendung zur Freilichtmalerei und die impressionistischen Einflüsse auf das Oeuvre Brachts werden während seiner Zeit in Dresden immer deutlicher und führen schlussendlich zu einer experimentelleren Arbeitsweise und zur weiteren Festigung seines künstlerischen Erfolgs.
Bracht leitete bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1919 das Meisteratelier für Landschaftsmalerei und setzte sich anschließend in seiner Heimatstadt Darmstadt zur Ruhe, wo er 1921 verstirbt

Eugen Bracht ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:


- Alte Nationalgalerie, Berlin
- Hessisches Landesmuseum Darmstadt
- Galerie Neue Meister, Dresden
- Kunsthalle Karlsruhe
- Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek, München
- Museum Wiesbaden
- Ungarische Nationalgalerie, Budapest (Ungarn)
- Memorial Art Gallery, Rochester (USA)

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Eugen Bracht:

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