1935 Düsseldorf - 2023 Düsseldorf
Modern | Post War | Contemporary | Galerie Thomas | The Jagdfeld Collection
am
03.12.2025,
Los
57
Taxe: € 180.000
Ergebnis: €
224.400
(inkl. Aufgeld)
KLAPHECK, KONRAD
Düsseldorf 1935 - 2023
Titel: Die Prüfung.
Datierung: 1987.
Technik: Öl auf Leinwand.
Maße: 105 x 69,5cm.
Bezeichnung: Signiert und datiert verso unten mittig: Klapheck 87.
Rahmen/Sockel: Rahmen.
Provenienz:
- Galerie Lelong, Zürich
- Privatsammlung Köln (1995 von Vorheriger erworben)
- Schnur und Klampe stehen hier in sprachlich-visueller Doppeldeutigkeit als Sinnbild der menschlichen Existenz
- Hochattraktives Werk mit spannungsreicher Farbigkeit
- Gemälde von musealer Qualität in Klaphecks unverkennbarer "prosaischer Supergegenständlichkeit"
Ankerklampe und Schnur
"Die Prüfung" ist ein ikonisches Gemälde, mit dem Konrad Klapheck sein großes Können und seinen Einfallsreichtum überzeugend unter Beweis stellt.
Das Motiv dieses 1987 entstandenen Gemäldes ist eine Ankerklampe mit einer vielfach gewundenen und verknoteten Schnur, die als komplexer, organisch wirkender Körper besonders reizvoll für den Maler war. Es existiert eine Variante aus demselben Jahr mit dem Titel "Die Probe" (Abb. 1) Im Katalog der Recklinghausener Ausstellung (Ausst.-Kat. Konrad Klapheck - Menschen und Maschinen, Kunsthalle Recklinghausen 2006) veröffentlichte der Künstler eine Schwarz-Weiß-Fotografie, die als Inspirationsquelle seiner Kompositionen diente (Abb.
2). Die Fotografie verdeutlicht im Vergleich mit Klaphecks Gemälden, wie stark der Künstler die fotografische Vorlage veränderte und strenge formale Regeln anwendete, um seine Kompositionen zu strukturieren. Klaphecks Gemälde überbieten die Fotografie an Strenge und geheimnisvoller Ausdruckskraft bei weitem. Dabei unterscheiden sich auch die beiden Varianten des Gemäldes: "Die Prüfung" zeigt eine schwarzgrüne Ankerklampe vor einem dunkelgrünen Hintergrund, die Schnüre sind orange-gelb gehalten und zu einer rundovalen Gesamtform zusammengefasst, während "Die Probe" dasselbe Motiv in anderen Farben präsentiert: Die Klampe ist braungelb, der Hintergrund in changierendem Blau und die Schnüre sind leuchtend rot. Außerdem sind sie Schnüre hier zu einer recht akkuraten Form zusammengefasst, die in ihrem Aufbau strenger wirkt als bei der "Prüfung". Gemeinsam ist beiden Gemälden die Art der Verknotung, die aus der etwas beliebig wirkenden Verschlingung des Fotos eine nahezu choreografierte Verknotung entwickelt, die in ihrem rechten Bereich an den Violinschlüssel der Notenschrift erinnert und als ein unterschwelliger Hinweis auf Klaphecks große Liebe zum Jazz verweisen mag.
Komplexe Alltagsgegenstände mit geheimnisvollem Ausdruck
Formal ähneln Klaphecks Gemälde mit Feuerwehrschläuchen ("Reichtum", 1976, Kunstpalast, Düsseldorf, oder "Frustration", 1981, Kunsthalle Recklinghausen) oder auch die gewundenen Ketten des Bildes "Bekenntnis" (1988, Hamburger Kunsthalle) diesem Gemälde. Es sind keine Maschinenbilder im engeren Sinne, sie zeigen komplexe Alltagsgegenstände, die Klapheck in seiner unverwechselbaren Art mit geheimnisvollem Ausdruck auflädt. Der Titel "Die Prüfung" wurde erst nach Vollendung des Gemäldes ausgewählt, ebenso wie bei der Variante, deren Titel "Die Probe" sich ebenfalls wie eine Variante der "Prüfung" lesen lässt. Was genau aber geprüft oder erprobt werden soll, bleibt den Betrachterinnen und Betrachtern überlassen.
Kay Heymer.
Robert van den Valentyn
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